Geïst setzen die Segel für ihre "Galeere"
"Galeere" stellt in vielerlei Hinsicht einen Quantensprung für das Sextett aus Bielefeld dar: Es enthält nicht nur das abgründigste und düsterste Material der Bandgeschichte, sondern auch ihre atmosphärischsten und epischsten Momente. "Dieses Album ist die vertonte Tiefsee", so Bassist und Songwriter Alboin zur konzeptuellen Ausrichtung. "Es drückt die wunderschöne Verlorenheit und unendliche Weite des Meeres als Zufluchtsort aus, aber auch seine Unzähmbarkeit, Vielfalt, Bedrohlichkeit und Feindseligkeit." Musikalische Charakteristika Geïsts, wie die elegischen Lead-Gitarren, das für die Band typische Arrangement der Stücke oder Cypher D.
Rex' ausdrucksstarker, wieder erkennbarer Gesang, hat die Band auf "Galeere" beibehalten. Durch die neuen Bandmitglieder Hedrykk und Larva B. Caneer (Gitarren) und Faruk (Synthesizer) sowie die Integration von Elementen aus Dark Ambient, Doom Metal und Rock, ist das Klangbild der fünf überlangen Stücke des Albums dennoch offener und vielfältiger denn je. Von einem Underground-Geheimtipp kann man hier beim besten Willen nicht mehr sprechen. Mit "Galeere" entwickeln Geïst endgültig ihr volles Potenzial und begeben sich verdientermaßen in die Riege der führenden Black-Metal-Bands Deutschlands. Einen Vorgeschmack auf "Galeere" bietet dieser Album-Trailer: Geist - Galeere.