Conrad Lant „Cronos“, Sänger, Bassist und prägende Figur der britischen Metal-Pioniere 'Venom', ist im Alter von 63 Jahren gestorben. Die Band bestätigte seinen Tod am 1. Oktober 2026. Eine Todesursache wurde bislang nicht bekanntgegeben. Erst im Mai hatten 'Venom' mit „Into Oblivion“ ihr 16. Studioalbum veröffentlicht. Lant wurde 1963 in London geboren und wuchs in Newcastle auf. Als Teenager stieß er zunächst als Gitarrist zu 'Venom', wechselte später an den Bass und übernahm schließlich zusätzlich den Gesang. Gemeinsam mit Jeff Dunn „Mantas“ und Tony Bray „Abaddon“ entstand jene klassische Besetzung, die Anfang der Achtziger den Extreme Metal nachhaltig verändern sollte.
Schon „Welcome To Hell“ von 1981 war roh, schnell und provokant – doch mit dem zweiten Album „Black Metal“ von 1982 lieferte 'Venom' sogar den Namen für ein ganzes Genre. Musikalisch hatte das noch wenig mit dem späteren norwegischen Black Metal zu tun: Heavy Metal, Punk und früher Speed Metal wurden zu einem bewusst schmutzigen Sound zusammengeschweißt. Genau diese Mischung hinterließ Spuren bei späteren Thrash-, Death- und Black-Metal-Bands. Auch Ästhetik, Pseudonyme und okkulte Inszenierung wurden vielfach aufgegriffen. 'Venom' machten aus Provokation ein Konzept – und öffneten damit eine Tür, durch die später ganze Generationen extremer Metal-Bands marschierten. Cronos blieb über wechselnde Besetzungen hinweg das Gesicht von 'Venom'. Mit seinem Tod verliert die Metal-Welt deshalb nicht einfach einen Sänger und Bassisten. Conrad Lant hat Black Metal zwar nicht in seiner heutigen Form erfunden – aber ohne 'Venom' würde das Genre vielleicht anders heißen und ziemlich sicher sogar anders aussehen.
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