Achtung, musikalischer Zeitsprung: Bitte Arme, Beine und nostalgische Gefühle innerhalb des Fahrzeugs behalten. Für verloren gegangene Jugendjahre und plötzlich auftretende Erinnerungen an alte Frisuren übernehmen wir keine Haftung. Unser Ausgangspunkt ist ein vollständiger Review aus 2001. Veit beschrieb darin „Fassade“ – mit dem Wissen, den Erwartungen und der Sprache jener Zeit. 4 Sterne bedeuteten: Daumen hoch, Lautstärke ebenfalls – nur die Champagnerflasche blieb für den absoluten Ausnahmefall geschlossen.
Damit nicht nur wir über die Vergangenheit reden, darf sie kurz selbst zu Wort kommen:Fünf Monate hat es gedauert, bis Tilo Wolff und Anne Nurmi das nun vorliegende Album "Fassade" fertiggestellt hatten. Nun kann sich die riesige Fangemeinde endlich auf dieses nächste Opus freuen.
Manche Urteile gewinnen mit den Jahren an Klarheit, andere entwickeln eine bemerkenswerte Eigendynamik. Welcher Fall hier vorliegt, darf jeder selbst entscheiden. Vielleicht bestätigt die erneute Begegnung jedes damalige Wort. Ebenso gut kann sie zeigen, wie beweglich musikalischer Geschmack tatsächlich ist. Unsere Zeitmaschine fährt nun zurück in die Gegenwart. Wer noch bleiben möchte, kann den vollständigen Originalreview lesen – die letzte Verbindung startet direkt hinter diesem Link. Den alten Worten eine neue Chance geben.