Vierzehn Jahre zwischen zwei Alben: Da kann sich nicht nur eine Band verändern, sondern gleich die Welt um sie herum. Zeronic melden sich mit „Modernism“ zurück und nehmen genau diese Gegenwart ins Visier. Das neue Album der österreichischen Alternative-Rock-Band ist am 2. Oktober 2026 über Commitment im Vertrieb von Broken Silence erschienen und jetzt auf CD sowie Vinyl erhältlich.

Im Mittelpunkt steht eine Frage, die zwischen Selbstoptimierung, Effizienzdruck und ständiger Erreichbarkeit ziemlich unbequem werden kann: Wie bleiben wir menschlich, wenn alles um uns herum immer besser funktionieren soll? Die zehn Songs beschäftigen sich mit Nähe und Isolation, Fortschritt und Ernüchterung sowie dem Wunsch, dazuzugehören und trotzdem auszubrechen. Eine pauschale Abrechnung mit der Moderne soll daraus allerdings nicht werden. Zeronic interessieren sich für deren Widersprüche – und für die Suche nach Verbindung in einer zunehmend komplexen Welt.

Musikalisch beschreibt die Band „Modernism“ als Brückenschlag zwischen ihren Anfängen und den Erfahrungen der vergangenen Jahre. Direkte, gitarrengetriebene Stücke stehen neben weitläufigeren Arrangements. Entstanden sind die Songs innerhalb eines Jahres in einem offenen, intuitiven Schreibprozess, der an die Energie der frühen Veröffentlichungen anknüpfen soll. Auf der Trackliste finden sich unter anderem „The Hope And The Enemy“, „A String Of Luck“, „Heads Down“ und „Your Truth Or Mine“.

Zeronic bringen für diesen Neustart einiges an Geschichte mit. Seit Ende der Neunziger veröffentlichten sie vier Alben, spielten unter anderem im Vorprogramm von New Order, Queens Of The Stone Age, The Kills und Stereophonics und erhielten für ihre ersten beiden Alben Nominierungen für den Amadeus Austrian Music Award. Zu ihren früheren musikalischen Wegbegleitern gehört außerdem Produzent Gareth Jones, bekannt durch seine Arbeit mit Depeche Mode und Nick Cave. Sänger Mik Tanzos widmete sich zwischenzeitlich auch eigenen Soloprojekten.

Mit „Modernism“ nimmt nun wieder die Band das gemeinsame Kapitel auf. Die lange Veröffentlichungspause liefert dabei den Anlass für die Rückkehr; der Blick richtet sich auf das Leben heute. Denn schneller, effizienter und besser vernetzt zu sein, beantwortet noch lange nicht die Frage, ob wir einander dadurch tatsächlich näherkommen.