Jacob Dilßner, 24 Jahre, aus Berlin, Student der Philosophie. Hinter dieser Personalie steckt eines der größten Musik-Phänomene des Jahres: Wankelmut. Irgendwann fing er mit dem DJing an. Und dann nahm er einen Song auf, der von sich reden machte – „One Day / Reckoning Song“.
Dieses Phänomen, das scheinbar über Nacht vom Underground in den Overground schoss und völlig überraschend die komplette Musikszene im Sturm eroberte. Mit einem einzigen Track, ohne Label und ohne Promotion - ein Beweis dafür, dass Musik durchaus für sich selbst sprechen kann. Der Track ist in acht europäischen Ländern quer über beinahe alle erdenklichen Charts auf Platz 1 gegangen (u.a. in Deutschland, Österreich und der Schweiz) und belegt die oberen Ränge in einer illustren Zahl an Downloadportalen. Überhaupt schrieb Wankelmut in diesem Jahr einmalige Musikgeschichte: dass ein Song gleichzeitig Nummer 1 der iTunes-, Beatport- und Media Control Single-Charts war, das gab es bisher noch nicht. In der Folge musste sich der 24-Jährige klar darüber werden, wie es weiter gehen sollte, mal ganz abgesehen von den sich pausenlos aneinanderreihenden DJ-Gigs in ganz Europa.
Was die musikalische Ausrichtung betraf, musste er seinem Chart-Killer folgen, allerdings verbunden mit einer eigenen Kunstform, einem eigenen Selbstausdruck, mit einem eigenen Statement. Er bediente sich einer der ältesten Ausdrucksformen elektronischer Musik: der Mix Compilation. Et voilà - Get Physical / Poesie Musik proudly present: Wankelmoods Vol. 1.
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