Es ist kein Zufall, dass "Riot" ein ungewohnt schlichter Titel für ein Golden Apes Album ist und es ist auch kein Zufall, dass das mittlerweile siebente Studioalbum der Berliner Gothrocker auffallend direkt und resolut klingt. Denn die letzten zwei Jahre waren für die Band eine Zeit von beständigem Wechsel und Wandel, von Auftrieb und Veränderung.
So gab es personelle Veränderungen, die maßgeblichen Einfluss auf die Arbeit am Album nahmen. Man trennte sich von der alten Plattenfirma, um beim Independent Label afmusic ein neues Heim zu finden. Und mit der Wahl eines neuen Produzenten änderte sich nicht nur das gewohnte Umfeld, sondern auch der eigene Anspruch an die Arbeit, wie Peer Lebrecht, Sänger und Kopf der Band verrät: "...für mich persönlich waren die letzten Jahre eine Zeit voll innerer Unruhe, voller Aufbegehren gegen Definitionen und Dogmen. Ich kann nicht sagen was dies begründete, aber ich kann es leicht verschwommen zurückverfolgen zu dem Tag, an dem wir unser vergangenes Album zum letzten Mal komplett spielten und sich im Kopf ein Kapitel schloss.
Vielleicht war es an der Zeit für eine Neubewertung von Erstarrtem, für den Rausch aus Fern- und Heimweh..."
Und so ist "Riot" Zäsur und Fazit gleichermaßen, Schlusspunkt und neues Kapitel. Es ist die musikalische Essenz einer Band, die Eingängigkeit und künstlerischen Anspruch nie als Unvereinbarkeit geduldet hat und die sich stilistisch treu bleibt und doch immer wieder neu definiert. Musikalisches Fundament des Sextetts sind eingängige Melodien, eingewoben in eine Textur aus kraftvollen Gitarren, elegischen Klanglandschaften und dunklen, melancholischen Vocals, auf dem sich bildhafte, surreale Texte aufbauen, die zwischen Traum und Realität, Philosophie und trivialer Emotion eine Lyrik voller Mystik und verstörender Faszination formen. "Riot" ist ab dem 30. November 2012 in allen bekannten Stores sowie bei afmusic digital und auf CD erhältlich.