Selten ist der Gebrauch von Superlativen so zwingend notwendig wie beim siebten Longplayer „Für die Liebe sterben“ des Ausnahme-Duos Schneewittchen. Sängerin Marianne Iser und Komponist Thomas Duda ist ein grandioses, pathetisches und herrlich schräges Werk gelungen, das seines Gleichen sucht.
Schneewittchen-Lieder sezieren das Leben – minutiös und schonungslos. Marianne Iser behandelt extreme emotionale Momente: nicht erwiderte Liebe, Depressionen, Existenzängste, Einsamkeit, Auflehnung, Rebellion. Besondere Texte verdienen eine besondere Musik. Auch hier zeigen sich Schneewittchen furchtlos. Wo Genregrenzen nicht mehr greifen, fühlen sie sich zu Hause. Über Jahre hinweg konnte Schneewittchen mit ihrem Zwischen-den-Stühlen-Sound eine große Anhängerschaft erspielen, der bei der Entstehung von „Für die Liebe sterben“ eine entscheidende Rolle zukam. Denn die CD wurde über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert – und das überaus erfolgreich. Das Endergebnis kam selbst für Marianne und Thomas unerwartet: Rund 21.000 Euro spendeten die Liebhaber und Gönner der Band.
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