Neues Laibach Video "Warme Lederhaut"
Laibach veröffentlichen in der Mute-Reihe “An Introduction To…” eine Compliation, die einen Einstieg in und einen Überblick über das Schaffen des Slowenischen Kollektivs gibt. Das Album, in voller Länge betitelt “An Introduction To… Laibach / Reproduction Prohibited”, folgt dem Soundtrack-Album zur finnischen Nazi-Trash-Komödie Iron Sky und der monumentalen und gefeierten Show in Londons Tate Modern.
Pünktlich zum Release gehen Laibach auch auf Tour durch Europa - Termine siehe unten. Mit dem von der Band selbst ausgewählten Tracklisting ist Reproduction Prohibited die neueste Erscheinung der „Introduction To“-Serie. Weder eine ‘Best of’ noch ein ‘Greatest Hits’-Album wird hier angeboten, sondern ein Einblick in die (Ideen-)Welt von Mute und seinen Künstlern gegeben. Eröffnet wird die Introdution von einer Neuinterpretation des ersten Mute-Releases überhaupt: “Warm Leatherette”, im Original von Daniel Millers The Normal und hier “Warme Lederhaut” betitelt. Von der erhabenen Version des Beatles-Klassiker “Across The Universe”, die auch die schwärzesten Herzen ein wenig aufhellt, bis hin zum über-bombastischen Cover von Europes “Final Countdown”, der Laibachs Humor enttarnt, der ihre Arbeit durchdringt.
Reproduction Prohibited enthält zudem zwei Tracks von “Volk” (2006). Dieses Album, bestehend aus Interpretationen verschiedener Nationalhymnen, legt die Gewalt UND den Pop-Appeal frei, die solchen Hymnen oft zu Grunde liegen. Hier steht “Germania” für das Deutschlandlied, im Original von 1797 (mit Text von 1841 und seit der Weimarer Republik als Nationalhymne in Gebrauch), während “Anglia” eine Interpretation des Britischen “God Save The Queen” ist. Von “Mama Leone”, den wenigsten im Original bekannt, verkauften sich über 20.000.000 Exemplare in einer Version von Bino, Ende der 70er Jahre. Auch Laibach spielten eine Version ein. “B Maschina” stammt von der bekannten Slowenischen Band Siddartha, die sich einen Remix oder ein Remake des Songs von Laibach gewünscht hatte. Pop wird selbstreferenziell auf Reproduction Prohibited, wenn Laibach Juno Reactors “God Is God” neu auflegt – Inspiration für diesen Track war wiederum Laibachs Version des ‘Fetenhits’ “Life is Life” von Opus (“Opus Dei” in der Englischen, “Leben Heißt Leben” in der Deutschen Version). Der Queen-Hit “One Vision” wird bei Laibach zur “Geburt Einer Nation” – und Sprache zum wohl mächtigsten Instrument bei Laibach. “Bruderschaft” ist der Album-Gag. Als Laibach gefragt wurden, ob sie für eine Kraftwerk-Tribute Compilation einen Kraftwerk-Song covern würden, entschied die Band sich, stattdessen einen eigenen Song neu zu arrangieren - im Stile und mit typischen Sounds von Kraftwerk! “Das Covern selber kann als Taktik jener Interpreten gesehen werden, denen es selbst an Originalität fehlt, als Ausdruck von Verachtung, oder aber als ein respektvolles und ernsthaftes Bekunden von gutem Geschmack”, heißt es in den Sleeve Notes. “Laibachs offene Ablehnung von Originalität macht die erstgenannte Sichtweise irrelevant. Ein Laibachisierter Song ist manchmal kitschiger, manchmal ernster und manchmal emotionaler als sein ‘altes Original’. Laibachisierung reanimiert oder zerschlägt einen Song – im letzteren Falle wird er aber lang genug am Leben erhalten, um ihn wiederholt zu zerstören”, schreibt Alexei Monroe, der Autor von “Interrogation Machine: Laibach and NSK” im Folgenden. Das Artwork von “An Introduction To…Laibach”, betitelt “Reproduction Prohibited” wurde von Bandmitgliedern bereits 1981 entworfen. Auch dieses ist eine Cover-Version. Das “alte Original” ist “Not To Reproduced” von René Magritte (1937). Das Spiegelbild, eine zerbrechliche und beizeiten verzerrte Version der Realität, war für Magritte von größtem Interesse – ebenso wie für Laibach, die damit nicht zuletzt einen Hinweis auf ihre Methode geben.
Pünktlich zum Release gehen Laibach auch auf Tour durch Europa - Termine siehe unten. Mit dem von der Band selbst ausgewählten Tracklisting ist Reproduction Prohibited die neueste Erscheinung der „Introduction To“-Serie. Weder eine ‘Best of’ noch ein ‘Greatest Hits’-Album wird hier angeboten, sondern ein Einblick in die (Ideen-)Welt von Mute und seinen Künstlern gegeben. Eröffnet wird die Introdution von einer Neuinterpretation des ersten Mute-Releases überhaupt: “Warm Leatherette”, im Original von Daniel Millers The Normal und hier “Warme Lederhaut” betitelt. Von der erhabenen Version des Beatles-Klassiker “Across The Universe”, die auch die schwärzesten Herzen ein wenig aufhellt, bis hin zum über-bombastischen Cover von Europes “Final Countdown”, der Laibachs Humor enttarnt, der ihre Arbeit durchdringt.
Reproduction Prohibited enthält zudem zwei Tracks von “Volk” (2006). Dieses Album, bestehend aus Interpretationen verschiedener Nationalhymnen, legt die Gewalt UND den Pop-Appeal frei, die solchen Hymnen oft zu Grunde liegen. Hier steht “Germania” für das Deutschlandlied, im Original von 1797 (mit Text von 1841 und seit der Weimarer Republik als Nationalhymne in Gebrauch), während “Anglia” eine Interpretation des Britischen “God Save The Queen” ist. Von “Mama Leone”, den wenigsten im Original bekannt, verkauften sich über 20.000.000 Exemplare in einer Version von Bino, Ende der 70er Jahre. Auch Laibach spielten eine Version ein. “B Maschina” stammt von der bekannten Slowenischen Band Siddartha, die sich einen Remix oder ein Remake des Songs von Laibach gewünscht hatte. Pop wird selbstreferenziell auf Reproduction Prohibited, wenn Laibach Juno Reactors “God Is God” neu auflegt – Inspiration für diesen Track war wiederum Laibachs Version des ‘Fetenhits’ “Life is Life” von Opus (“Opus Dei” in der Englischen, “Leben Heißt Leben” in der Deutschen Version). Der Queen-Hit “One Vision” wird bei Laibach zur “Geburt Einer Nation” – und Sprache zum wohl mächtigsten Instrument bei Laibach. “Bruderschaft” ist der Album-Gag. Als Laibach gefragt wurden, ob sie für eine Kraftwerk-Tribute Compilation einen Kraftwerk-Song covern würden, entschied die Band sich, stattdessen einen eigenen Song neu zu arrangieren - im Stile und mit typischen Sounds von Kraftwerk! “Das Covern selber kann als Taktik jener Interpreten gesehen werden, denen es selbst an Originalität fehlt, als Ausdruck von Verachtung, oder aber als ein respektvolles und ernsthaftes Bekunden von gutem Geschmack”, heißt es in den Sleeve Notes. “Laibachs offene Ablehnung von Originalität macht die erstgenannte Sichtweise irrelevant. Ein Laibachisierter Song ist manchmal kitschiger, manchmal ernster und manchmal emotionaler als sein ‘altes Original’. Laibachisierung reanimiert oder zerschlägt einen Song – im letzteren Falle wird er aber lang genug am Leben erhalten, um ihn wiederholt zu zerstören”, schreibt Alexei Monroe, der Autor von “Interrogation Machine: Laibach and NSK” im Folgenden. Das Artwork von “An Introduction To…Laibach”, betitelt “Reproduction Prohibited” wurde von Bandmitgliedern bereits 1981 entworfen. Auch dieses ist eine Cover-Version. Das “alte Original” ist “Not To Reproduced” von René Magritte (1937). Das Spiegelbild, eine zerbrechliche und beizeiten verzerrte Version der Realität, war für Magritte von größtem Interesse – ebenso wie für Laibach, die damit nicht zuletzt einen Hinweis auf ihre Methode geben.