Lord Of The Lost: Album-Trilogie geht am 12. Dezember weiter – „Opvs Noir Vol. 2“

Lord Of The Lost Album-Trilogie...

Dass 'Lord Of The Lost' keine Band für halbe Sachen sind, weiß man spätestens seit sie im Glitzerregen beim Eurovision Song Contest 2023 eine ganze Halle zum Beben brachten. Wer aber dachte, die Hamburger würden nach Blood & Glitter nur noch in Neonfarben und Federschmuck daherkommen, hat sich geschnitten. Denn mit Opvs Noir wurde eine ganz neue, rabenschwarze Trilogie aufgeschlagen – und am 12. Dezember 2025 folgt dann mit Opvs Noir Vol. 2 der zweite Schlag ins Herz.

Elf neue Songs warten auf die Hörerschaft, und schon der Opener „The Fall From Grace“ macht klar, dass Chris Harms und seine Truppe nicht bloß Melodien schreiben, sondern Kathedralen aus Klang. Ballsaal trifft Gruft, Pathos trifft Eingängigkeit – eine Mischung, die Lord Of The Lost inzwischen wie keine andere Band beherrschen. Und als ob das nicht schon genug wäre, haben sie sich wieder illustre Gäste ins Boot geholt: Lena Scissorhands von Infected Rain brüllt, haucht und fleht in „Would You Walk With Me Through Hell?“ so intensiv, dass man sich direkt fragt, ob man nicht schon längst den Vertrag mit dem Teufel unterschrieben hat. IAMX wiederum adelt „What Have We Become“ mit einem Duett, das zwischen Synth-Ekstase und Endzeit-Poesie schwebt.

Überraschend und dennoch passgenau taucht auch der finnische Rapper Käärijä auf, der „Raveyard“ kurzerhand in einen düsteren Clubhit verwandelt – Gothic trifft Rap trifft Industrial, als hätten Ministry und Apocalyptica ein Rendezvous im Saunaclub von Helsinki. Spätestens bei „Please Break The Silence“, wo Anna Brunner (League Of Distortion) gemeinsam mit Harms Gänsehaut zum Dauerzustand macht, merkt man: Hier ist nichts Zufall, sondern jede Stimme eine neue Facette im Noir-Universum. Auch das Drumherum hat es wieder in sich: Neben den üblichen Formaten gibt es streng limitierte Vinyl-Schätze, Kassetten für Nostalgikerinnen und eine „Deep Dive Edition“, die mit Audio-Stems Musikerinnen und Klangbastler*innen das Herz aufgehen lässt. So kann man den Songs bis aufs Skelett lauschen – von Drums bis Orchester, von Vocals bis Synths.

Produziert in den altehrwürdigen Chameleon Studios von Chris Harms selbst, schließt Opvs Noir Vol. 2 nahtlos an den Vorgänger an – düster, majestätisch, überraschend und dennoch so vertraut, dass Fans der ersten Stunde sich sofort heimisch fühlen. Lord Of The Lost beweisen damit einmal mehr: Ihre einzige Genregrenze ist die Fantasie. Und die ist bekanntlich endlos.

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