Die Maske wird eingepackt, der Bass darf mit und der doofe Winter kann kommen: 'Kontravoid' bringt sein neues Album „Sound Of The Void“ im November und Dezember 2026 ausgiebig auf europäische Bühnen. Cameron Findlay reist dabei allerdings nicht mit einem einzigen festen Tourpaket durch den Kontinent – und genau das macht die Sache interessant.
Boy Harsher, Choir Boy, Spike Hellis
Der kanadische, inzwischen in Los Angeles lebende Musiker und Produzent betreibt 'Kontravoid' seit 2012. Findlay war zuvor unter anderem Schlagzeuger bei 'Crystal Castles' und Gründungsmitglied der Synthpop-Band 'Parallels'. Mit 'Kontravoid' entwickelte er daraus über die Jahre einen deutlich düstereren Kosmos aus Coldwave, EBM, Industrial und Electro – inklusive jener weißen Maske, die längst fast so sehr zum Projekt gehört wie die tiefen Basslinien selbst.
Passend zur Tour ist am 2. Oktober über Artoffact Records „Sound Of The Void“ erschienen. Der zehn Stücke umfassende Longplayer ist nach „Detachment“ von 2024 Findlays zweites Album für das kanadische Label. Mit „Without“, „Mortal“ und „Chances“ waren vorab bereits drei Songs zu hören. Gerade „Chances“ zeigt dabei, dass unter der üblichen elektronischen Dunkelkammer inzwischen auch erstaunlich viel Melodie lauert – ohne dass 'Kontravoid' deshalb plötzlich zum Kuschelsynthpop überläuft.
Zum Auftakt der Europatour schließt sich 'Kontravoid' 'Boy Harsher' und 'Choir Boy' an. Gemeinsam geht es unter anderem nach Frankfurt und München. Danach folgen Festival- und eigene Termine in Finnland, Griechenland, Italien und der Schweiz, bevor ab Dezember das Los-Angeles-Duo 'Spike Hellis' übernimmt. Damit bekommen Hamburg und Berlin noch eine zweite deutsche Runde – diesmal mit merklich ruppigerer EBM-Begleitung.