Ein Meilenstein dunkel romantischer, folkig angehauchter Musik wird endlich wiederveröffentlicht. Mit ihrem Album „Ignis Fatuus: Irrlichter“ schufen Engelsstaub ein faszinierendes Kleinod düster-melancholischer Musik. Über tranceartigen Perkussionteppichen, entfalten sich einschmeichelnde von sanft gezupften Akustikgitarren getragene Folkmelodien.

Mittelalterliche Flötenreigen sowie der abwechselnd männlich-weibliche Gesang entfalten einen ähnlich sakralen Sog wie Dead Can Dance und mit der dezenten Verwendung von Synthesizern über dem neofolkigen Grundgerüst verbreitet „Ignis Fatuus: Irrlichter“ den gleichen spröden Charme wie Death In June. Gekonnt bewegt sich die Musik an der Schnittstelle von Apocalyptic Folk, Neoklassik und faszinierend zeitlosen – und damit modernen – Arrangements. Erstaunlich an diesem Werk ist nur, dass es bereits von 1994 ist. Doch das Label Aollyon/Musique Indépendante Noire entreißt diesen ungeschliffenen Diamant akustisch orientierter, melancholischer, folkiger Musik dem Vergessen und veröffentlicht es Anfang 2010 neu.

Das Re-Release erscheint im 6 Panel-DVD-Digipack, wurde komplett überarbeitet und beinhaltet einen neuen, unveröffentlichten Track. Daher sollte die CD in keiner gut sortierten Neofolk / Neoklassik / Darkwave Sammlung fehlen. Faszinierend zeitlos, traumhaft romantisch, hypnotisch fragil und fernab jeden inflantionären Massenkommerzes, fragt man sich nur: Warum musste man so lange auf die Wiederveröffentlichung dieses Meilensteins warten?

Quelle: Promofabrik