Chris Harms: Vom Achtziger-Glanz ins „Aporia“-Dunkel

Chris Harms: Vom Achtziger-Glanz ins...

Zum Geburtstag darf es immer auch etwas Persönliches sein. 'Chris Harms' plant hier allerdings keine Diashow mit peinlichen Kinderfotos, sondern gleich ein ganzes Album: „Aporia“ erscheint am 22. Januar 2027 über Napalm Records, pünktlich zu seinem Geburtstag. Der Frontmann von 'Lord Of The Lost' hat damit sein zweites Solowerk angekündigt und liefert mit „Find What You Love And Let It Kill You“ bereits den ersten Vorgeschmack. Der Titel klingt jedenfalls nicht nach einem Ratgeber für ausgewogene Freizeitgestaltung.

Nach dem Achtziger-Ausflug auf „1980“, den wir bei medienkonverter bereits ausführlich gewürdigt haben, soll die elektronische Reise nun düsterer und weniger extrovertiert weitergehen. Moderne Elektronik, vielschichtige Klangräume und Synthesizer-Melodien bilden laut Ankündigung das Fundament. Inhaltlich stehen eigene Fehler, deren Folgen und die Menschen im Mittelpunkt, die dabei möglicherweise verletzt wurden. Die neue Single greift dazu die Schattenseite leidenschaftlicher Hingabe auf: Auch das, wofür man brennt, kann einen irgendwann verzehren.

Elf Stücke umfasst „Aporia“, und Harms öffnet die Studiotür für spannende Gäste: Erk Aicrag von 'Hocico' und 'Rabia Sorda' ist auf „Skipped A Beat“ dabei, Ryan Shuck von 'Julien-K' auf „You Are Not What You See“. Mit 'Swiss' entsteht „Hallo Depression“, der einzige deutschsprachige Song der Platte. Den Auftakt bildet „U† I†“, angekündigt mit schwerem Industrial-Sound; „Dear Time“ beschließt das Album als persönliche Auseinandersetzung mit vergangenen Fehlern.

Entstanden ist das Album erstmals in Harms’ neuen Räumen in den Hamburger Boogie Park Studios. Zum Nachdenken lädt auch das von VDPictures gestaltete Cover ein: Sein Penrose-Dreieck zeigt eine unmögliche geometrische Figur. Der aus dem Altgriechischen stammende Titel verweist passend darauf auf Ratlosigkeit und scheinbar unlösbare Widersprüche. Schon die Verpackung stellt also Fragen. Vorbestellbar ist das Album unter anderem auf Vinyl, als 2-CD-Ausgabe, Kassette und Box mit zusätzlicher Bonus-CD. Für den Januar stehen damit bereits elektronische Klänge und schwierige Gefühle auf dem Programm. Die Geburtstagskerzen dürften der unkompliziertere Teil werden.

Chris Harms: Vom Achtziger-Glanz ins „Aporia“-Dunkel
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