Was soll man zur Überschrift und damit dem Bandname und dem Albumname noch sagen? Wir probieren es trotzdem: Wie auch auf dem Vorgängeralbum wenn Blicke flöten könnten spielt die Blockflöte des Todes mit Sprache, als wäre sie ein bunter Haufen Knete, aus dem man lauter lustige Sachen basteln kann.
Immer wieder werden die Zuhörer ins sprichwörtliche Bockshorn gejagt, wollen gerade aufatmen und bekommen dann doch die nächste Breitseite ab. Beispielsweise heißt es da „du kotzt mich manchmal an und dann halte ich dir die Haare aus dem Gesicht“ oder „auch andere Mütter haben schöne Töchter, aber deine hat die schönste – deine Schwester“ und auch „Ilka Ida, du terrorisierst mich“. Die Texte sind verpackt in leicht flockige Popmusik, die Matthias Schrei in seiner winzigen Berliner Wohnung produziert hat. Sicherlich wäre es schöner gewesen, die aufwändigen Arrangements in einem Studio einzuspielen, aber nur so konnte sich die Blockflöte gebührend bei seiner Nachbarin revanchieren, die Tag für Tag von früh bis spät immer und immer wieder ein und dasselbe Shakira Lied hörte, und zwar sehr laut.
Hier und da taucht eine weibliche Gaststimme auf, je nachdem wer gerade zu Besuch war. Dass hinter den Liedern noch irrere Geschichten stecken, gibt es auf der beiliegenden DVD zu sehen. Bei dem aufgezeichnetem Konzert in der Berliner Glühlampe zeigt der Music-Comedian wie man sich gebührend mit dem Publikum betrinkt, erzählt, spielt, singt und gibt einen kleinen Eindruck davon, wie bizarr und lustig es bei seinen Konzerten zugehen kann. Mit dabei sind Diane Weigmann, Sven van Thom, die studierte Blockflötistin Monika Lück und Flötes Begleitband Die Schwule Katholische Jugend.
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