Ein Regalbrett im Archiv gab heute unter der Last der Jahre nach. Zwischen den Trümmern lag „Brüder“ unversehrt. Manche Alben besitzen offenbar eine erstaunliche Statik. Als Bert diesen Review schrieb, konnte niemand ahnen, dass wir ihn 25 Jahre später wieder auf die Startseite holen würden. Hätte man es geahnt, wären vermutlich noch vorsichtigere Formulierungen verwendet worden. Die Begeisterung ließ sich kaum verstecken. 5 Sterne wanderten auf das Konto von Melotron und im Redaktionshimmel setzte kurzfristig heftiger Sternenregen ein.
Der damalige Text fasste einen Teil des Höreindrucks so zusammen:Was für ein Wahnsinn! Hier könnte ich es mir wirklich einfach machen: volle Punkte und fertig.
Beim Wiederlesen fällt nicht nur die Bewertung auf. Auch Wortwahl, Gewichtung und Erwartungen erzählen etwas über den Zeitpunkt, an dem der Text entstand. Gerade der Abstand macht die Sache interessant. Er verwandelt eine schnelle Reaktion von damals in Material für eine ruhige zweite Betrachtung. Damit ist die Gegenwart wieder erreicht. Wer noch einmal zurückspringen möchte, findet hinter dem Link den Review in seiner ursprünglichen Länge. Hier geht die Vergangenheit weiter.