„Tinnitus“ hat 20 Jahre im Archiv überstanden und ist damit nachweislich wetterfester als manche Festivalplanung. Zeit, den Schutzumschlag zu öffnen und nachzusehen, was damals geschrieben wurde. „Tinnitus“ landete vor 20 Jahren auf unserem redaktionellen Seziertisch. Der damalige Befund ist weiterhin erhalten – inklusive Urteil, Zeitkolorit und all der Formulierungen, die man heute vielleicht anders wählen würde. 4 Sterne bedeuteten: Daumen hoch, Lautstärke ebenfalls – nur die Champagnerflasche blieb für den absoluten Ausnahmefall geschlossen.
Genug aus heutiger Perspektive geredet. Hier kommt eine Stimme direkt aus 2006:Ein weiterer Beitrag zum Thema 2. Halbjahresoffensive 2006 des Labels Dark Dimensions: Knapp zwei Monate vor ESCs „Matte“ erfolgte schon ein, zum Großteil 4-on-the-floor-getriebener, Output aus dem Hause Noisuf-X, dem X-Fusion-Nebenprojekt.
Die Sterne liefern einen schnellen Überblick. Die interessanteren Spuren liegen häufig in den Begründungen, Einschränkungen und kleinen Beobachtungen daneben. Eine spätere Perspektive muss dem damaligen Urteil weder zustimmen noch widersprechen. Sie darf zunächst einfach feststellen, wie viel sich beim Hören verschoben haben kann. Das letzte Wort gehört dem Original. Es ist ausführlicher, älter und hat eindeutig mehr Zeit im Archiv verbracht als dieser Rückblick. Alten Review vollständig lesen.