Hättet ihr vor 25 Jahren gedacht, dass ihr eines Tages mal flüssig Apoptygma Berzerk sagen könntet, ohne dabei eure Zunge zu verknoten? Wir ehrlich gesagt nicht. Schon der Bandname war damals eine Herausforderung für alle, die sich auf einer Party besonders klug anhören wollten – „Äh... Apoptigma? Apopö... Berzirk?“ Pfff... Doch spätestens mit Welcome To Earth wurde klar: Dieser Zungenbrecher steht nicht nur für großartige Musik, sondern auch für eine kleine Revolution.
Am 31. Januar 2000 war es unseren Aufzeichnungen nach soweit: Welcome To Earth landete auf unserem Planeten – und ja, wir waren baff. Das war überhaupt nicht mehr so roh, sperrig und irgendwie kantig wie die Vorgängeralben. Welcome to Earth war poppig, brillant produziert und irgendwie für alle gemacht. Musikalisch so glatt und geschmeidig wie die Schleimspur einer Schnecke – aber keine Angst, das war jetzt gar nicht negativ gemeint. Statt roher Kanten gab es hier einen Sound, der in Perfektion gegossen war. Die tanzbaren Beats und hymnenhaften Melodien hatten uns sofort in der Tasche, während Tracks wie Kathy’s Song (Come Lie Next To Me), Starsign und Eclipse uns sowieso in andere Dimensionen katapultierten.
Unser damaliges Fazit? Welcome To Earth war wie das musikalische Äquivalent einer perfekt gegarten Lasagne: weich, cremig und ohne harte Stellen – und doch so geschmackvoll, dass man nicht genug davon bekommen konnte. Stephan Groth und seine Crew bewiesen, dass man Futurepop nicht nur für Szenegänger, sondern auch für den Mainstream machen kann, ohne dabei die Seele zu verlieren. Klar, die Hardcore-Fans der ersten Stunde mochten meckern, dass Apoptygma Berzerk zu soft geworden sei. Aber mal ehrlich: Wer kann bei diesen Melodien und Hooks ernsthaft widerstehen?
Mit Songs wie Soultacker oder Paranoia gab es ja trotzdem noch genug dunkle Momente die an die sperrigeren Anfangstage erinnerten. Aber die wahre Stärke von Welcome To Earth lag darin, dass es futuristisch klang und gleichzeitig Gefühle transportierte. Es war massenkompatibel, ohne beliebig zu sein – ein Album, das nicht nur die Clubszene dominierte, sondern auch viele Wohnzimmer erreichte.
25 Jahre später klingt das Ganze immer noch so fein & frisch, so wie ein am morgen gelandetes UFO. Also, schnappt euch die alte CD (oder streamt es, wie zivilisierte Wesen der Zukunft), dreht die Lautsprecher auf und feiert auch heute nochmal dieses Meisterwerk. Denn Welcome To Earth hat bewiesen, dass die Zukunft poppig, tanzbar und absolut zeitlos sein kann.
25 Jahre „Welcome To Earth“ – Apoptygma Berzerks Meisterwerk feiert Geburtstag!

Christian Schottstädt - Keyscene

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