Nur noch eine Woche, dann ist es endlich soweit und die schwarze Gemeinde befindet sich bereits auf den ersten Konzerten. Inzwischen ist die Anzahl der teilnehmenden Künstler auf stolze 190 angewachsen. Die gesamte Programmübersicht gibt’s nun auf der offiziellen Homepage unter dem Punkt „Programm / Spielstätten & Künstler“:
http://www.wave-gotik-treffen.de/programm.php#wgtvenues
Um schonmal die Locations und Uhrzeiten Eurer Favoriten zu checken, könnt Ihr außerdem auf der Bandauswahl-Seite des Wave-Gotik-Treffens die jeweilige Band anklicken und erhaltet Auskunft, wann und wo Ihr im Publikum lauschen oder abzappeln könnt:
http://www.wave-gotik-treffen.de/bands.php
Das Schöne an dieser Vielfalt ist allerdings auch, daß es neben den etablierten Akteuren jedes Genres immer eine Menge Neues zu entdecken gibt.
Deshalb will ich Euch die speziellen Empfehlungen der Organisatoren nicht vorenthalten. Vielleicht ist ja auch für Euch das eine oder andere unentdeckte Kleinod darunter:
[i]7JK (GB/PL -- Ambient, Experimental)[/i]
Kollaboration des Violinisten Matt Howden (Sieben) und der polnischen Ambient-Künstler Job Karma (siehe hierzu unsere Review des aktuellen Albums).
Beide Projekte werden auch einzeln zu sehen sein.
[i]Aeon Sable (D - Gothic Rock)[/i]
Alternative für Fans der Sisters oder Fields
[i]Al Andaluz Project (D/E – Mittelalter, Weltmusik)[/i]
Neues Projekt von Michael Popp und Sigrid Hausen (Estampie/QNTAL) sowie der Spanischen Gruppe L'ham de Foc, welches im Spannungsfeld zwischen Orient und Okzident angesiedelt ist,
[i]Alcest (F – Postrock, Shoegaze)[/i]
Nach ihrem ersten Konzert 2010 sind sie zurück auf dem WGT. Inzwischen nicht mehr ganz unbekannt, nicht zuletzt wegen ihres letzten Albums, das übrigens von Birgir Jón Birgisson ((Sigur Rós). produziert wurde.
[i]Almara (D – Weltmusik)[/i]
Soloprojekt von Elisabeth Pawelke (ex-Faun). Tip für Fans von Estampie und Co.
[i]Ascetic (AUS – Gothic Rock, Postpunk)[/i]
Junge Band aus Melbourne, die die Tradition von Bauhaus, Joy Division und den Sisters fortführen wollen.
[i]Azar Swan (USA – Postpunk, Orchestral Goth)[/i]
Aus den Trümmern von Blacklist entstiegen und sich an den 80ern orientierend, überrascht diese Band u.a. durch die Stimme von Zohra Atasch, welche frappierend an Kate Bush erinnert.
[i]Beastmilk (FIN – Postpunk, Indie)[/i]
Schwer einzuordnende Postpunk Band aus Helsinki. Springt rotzig zwischen Interpol, Bauhaus und Killing Joke hin- und her.
[i]Beck Sián (GB – Folk)[/i]
Die Cousine zweiten Grades von Kate Bush (kein Witz!) präsentiert märchenhaften „Ghost Folk“. Und sogar die Stimme ähnelt der ihrer berühmten Verwandten.
[i]Cécile Corbel (F – Folk)[/i]
Bretonische Folksängerin, die mit Stimme und Harfe antritt, sowohl das Schauspielhaus als auch das Heidnische Dorf zu verzaubern
[i]Edo Notarloberti & Viviana Scarinci (I – Neoklassik)[/i]
Der italienische Tausendsassa an der Geige (u.a. Argine/Ashram/Corde Oblique) präsentiert sein neues Werk „The Tale Of Lilith" in Zusammenarbeit mit Viviana Scarinci. In dieser Besetzung eine Premiere auf dem WGT.
[i]I-M-R (D – Wave-Pop, Neofolk)[/i]
Den meisten noch als In My Rosary bekannt...
[i]Imaginary War (D – Synthpop, Indie)[/i]
Junge, vielversprechende und moderne Synthpop-Band für Fans von IAMX und den neueren Depeche Mode.
[i]Kiss The Anus Of A Black Cat (B – Wave)[/i]
Feiner Wave-Rock, seltsamer Bandname
[i]Konstruktivists (GB – Industrial)[/i]
Eine der letzten Überbleibsel aus der frühen Phase des Britischen Industrial, in der selben Liga wie Throbbing Gristle, Nurse With Wound, Whitehouse und Cabaret Voltaire
[i]Land:Fire (D – Industrial, Dark Ambient)[/i]
Sphärischer Dark Ambient, der einflussreiche Labels wie Power&Steel oder Tesco schon überzeugen konnte.
[i]Lantlôs (D – Postrock, Postmetal)[/i]
Ähnlich wie ihre Labelkollegen Alcest aus dem Metal kommend, spielt die Band mittlerweile atmosphärischen, elegischen Postrock.
[i]Lebanon Hanover (GB – Minimal. Wave)[/i]
Die Überflieger eines boomenden Genres
[i]Little Nemo (F – Cold Wave)[/i]
Eine der bedeutendsten Bands des französischen Cold Wave der 80er. 2008 wiederbelebt ist dies ihr erster Auftritt auf dem WGT.
[i]LowCityRain (D – Indie, Wave)[/i]
Aktuelles Seitenprojekt von Lantlôs, schöner, tanzbarer Gitarrenwave oder Indierock, erinnert an dias Debut der Editors.
[i]MDS51 (D – Industrial)[/i]
Deutsches Projekt, das Fans von November Növelet oder ähnlichem ans Herz gelegt werden darf.
[i]Metroland (B – Synthpop)[/i]
Ihre Elektrosounds lehnen sich an ihre Idole Kraftwerk an und OMD scheinen sie zu mögen, denn Metroland wurden nicht nur als Suppport Act eingeladen, auch die aktuelle OMD Single wurde nach ihnen benannt. Wenn das keine Ehre ist...
[i]Neon (I – New Wave, Postpunk)[/i]
Eine der aktivsten Bands der Italienischen New Wave Szene der 80er.
[i]Oppenheimer MKII (GB – Minimal Wave, Synthpop)[/i]
Kultband der 80er, besser bekannt als Oppenheimer Analysis. Agiert unter neuem Namen seit dem Tod des Mitglieds Martin Lloyd im April 2013.
[i]Rainy Days Factory (P – Wave, Postpunk)[/i]
Frische Töne im Stile von Joy Division und The Cure
[i]Svartsinn (N – Industrial, Dark Ambient)[/i]
Eine der wichtigsten Vertreter des kalten nordischen Dark Ambient, wobei „Dark“ hier wörtlich zu nehmen ist.
[i]The Bellwether Syndicate (USA – Gothic Rock)[/i]
Neues Projekt von William Faith, bekannt von Faith & The Muse
[i]The Devil And The Universe (A – Ghost Wave, Minimal, Dark Ambient)[/i]
Obskures und interessantes Projekt mit Ashley Dayour (Whispers In The Shadow) verbindet modernen Minimal Wave und okkulten „Cold Meat“-Sound, live präsentiert mit Masken und Kutten.
[i]The Lost Rivers (D – Shoegaze, Noise Rock)[/i]
Die dunkle Variante von The Jesus And Mary Chain, My Bloody Valentine oder Sonic Youth.
[i]The Marionettes (GB – Gothic Rock)[/i]
Wiederauferstandene Goth-Rock Band aus den 90ern.
[i]The Revolutionary Army Of The Infant Jesus (GB – Neofolk, Neoklassik, Experimental)[/i]
Die Rückkehr der seltsamen Band aus Liverpool mit ihrer Vorliebe für Christliche Mystik. Ihre 3 Alben aus den 80ern und 90ern wurden oft mit Current 93 oder Dead Can Dance verglichen.
[i]The Soft Moon (USA – Postpunk, Synthpunk)[/i]
Gerade von der Tour mit Depeche Mode zurückgekehrt, macht sich Luis Vasquez daran, das WGT in Extase zu versetzen. Mit Recht eine der erfolgreichsten Newcomer des Genres.
[i]Trepaneringsritualen (S – Industrial)[/i]
Relativ neues Projekt, das sich bei Kennern inzwischen einen gewissen Kultstatus erarbeiten konnte. Tiefschwarzer Death Industrial, der den Faden von Brighter Death Now oder Mental Destruction weiterspinnt.
[i]Verdiana Raw (I – Neoklassik, Darkwave)[/i]
Verträumte und manchmal ein wenig schräge Sounds einer klassisch ausgebildeten Sängerin und Pianistin, begleitet von Gitarre und Percussions. Erinnert irgendwo an Tori Amos und Diamanda Galás..