Es ist Herbst, die Nächte werden länger, und irgendwo zwischen Kaffeeduft, Müdigkeit und Melancholie leuchtet plötzlich wieder ein vertrauter Name auf dem Radar dunkler Elektronik: Assemblage 23. Tom Shear, der Mann hinter dem Projekt, meldet sich zurück – und zwar mit einem Album, das so heißt, wie sich viele dieser Tage fühlen: ‘Null’. Am 7. November 2025 erscheint das Werk – sein erstes seit fünf Jahren – und liefert die passende Klangtapete für all jene, die das Ende des Jahres nicht mit Glühwein, sondern mit introspektiven Synths und ehrlichen Texten feiern wollen.
Wer Assemblage 23 kennt, weiß: Hier wird nicht einfach getanzt, hier wird gefühlt, reflektiert, verarbeitet. Schon seit der Jahrtausendwende liefert Shear Songs, die so sehr an der Seele kratzen, dass man sie fast als musikalische Therapie verbuchen könnte. Während andere Acts ihre Dunkelheit in Lack und Laserlicht verpacken, schickt Shear sie lieber auf die Couch – mit Texten, die von Verlust, Erschöpfung und Neuanfang erzählen. Mit ‘Null’ knüpft er an das 2020er-Album ‘Mourn’ an, als hätte die Welt in der Zwischenzeit keinen Tag der Ruhe gehabt. Die Vorabsingles ‘Tolerate’ und ‘Believe’ zeigten bereits, dass Shear weiterhin zwischen Clubhit und kathartischem Geständnis wandelt – irgendwo zwischen emotionaler Offenbarung und 120 BPM. Synthpop für Erwachsene also, die wissen, dass das Leben kein Refrain ist, den man einfach mitsingen kann.
Klanglich bleibt Shear sich treu: klare Strukturen, präzise Beats, Melodien, die sich einbrennen wie Neonlichter in der Nacht. Doch unter der glänzenden Oberfläche brodelt es – ‘Null’ klingt reifer, verletzlicher, vielleicht sogar versöhnlicher. Und genau deshalb wirkt dieses Album im Jahr 2025 so zeitgemäß: ein Soundtrack für Menschen, die gelernt haben, mit ihren Rissen zu leben – und sie zu lieben. Ab 15. Oktober geht Assemblage 23 dann auch auf UK-Tour – eine seltene Gelegenheit, diesen stillen Meister des emotionalen Electros wieder live zu erleben. Wer dabei ist, wird verstehen: Null bedeutet hier nicht Nichts, sondern Alles.
Wenn die Leere klingt – Assemblage 23 veröffentlicht ‘Null’
„The Return Of The Birds...“ – Kuggur fliegt wieder
Aktuell laufen hierzulande noch die letzten Sommer-Playlists auf „Repeat“, da kämpft man sich in Island längst schon wieder durch das düstere Zwischenreich aus Dunkelheit, Wind und melancholischem Synthpop. Mitten hinein in diese endlose Winterruhe flattert nun Kuggur – der isländische Klangwanderer Guðmundur Óli Pálmason – mit seiner neuen Single „The Return Of The Birds Of Spring – Part 2“, die am 24. Oktober 2025 über Bark At Your Owner erscheint.Wie der Titel schon andeutet, geht es hier um mehr als nur gefiederte Freunde: Kuggur vertont das Erwachen der Natur als elektronische Metapher fü
Industrieromantik mit System – ’ORT‘ veröffentlichen das finale Kapitel „Sperrwerk“
’ORT‘ aus Dortmund veröffentlichen ein Bauwerke aus Klang! Mit „Sperrwerk“ setzen sie jetzt den letzten Betonblock auf ihren ersten großen Zyklus – eine 10"-Vinyl inklusive CD, die gleichzeitig Abschluss und Monument ist. Sechs Releases lang haben ’ORT‘ ein eigenes Universum gezimmert: mal dröhnend, mal flirrend, immer konsequent anders. Drei 7"-Singles, zwei Alben, jetzt diese finale 10" – zusammen ergibt das elf Songs, drei Remixe und ein durchkomponiertes Werk, das mehr Konzept hat als die meisten Masterarbeiten an Kunsthochschulen.Hellmut Neidhardt – bekannt für seine Liebe zu Verstärkern,...