Schon 2 Jahre sind seit dem letzten Longplayer "Construct x Destruct" ins Land gegangen und es wurde langsam Zeit, dass Johan Van Roy wieder neues Material veröffentlicht. Zwar kam zwischendurch noch die limitierte "Chromdioxyde 1" heraus, enthielt aber ausschließlich alte Aufnahmen. Bereits in diesem Frühjahr erschien die erste Single "Comatose Delusion" und erst kürzlich erblickte "Hellraiser" das Licht der Welt. Beide behaupteten sich an der Spitze des DAC und ließen mit Spannung auf "Mindstrip" warten. Konnte man bei den neuen Singles noch vermuten, Mastermind Van Roy bewege sich weg vom Minimalismus hin zu beatlastigem Electro, offenbart sich "Mindstrip" doch etwas gedämpfter und überzeugt mit den gewohnten, puristischen Klängen. Allerdings wirken die Songs jetzt wesentlich ausgereifter, was aber nicht dazu führt, dass sie weniger provokativ klingen. Vor allem "Love Breeds Suicide", das ich schon auf dem M'era Luna bestaunen durfte, ist einer dieser Kandidaten und könnte sich zum nächsten Hit entwickeln. Mit "Mindstrip" steht wieder eine Platte in den Läden, bei der sich das Zugreifen lohnt. Sollte jemand Suicide Commando erst über die neuen Singles kennen gelernt haben, empfehle ich, vor dem Kauf in die Scheibe hinein zu hören. Jedermanns Geschmack trifft "Mindstrip" sicherlich nicht.