Rau, ehrlich, unbequem: ‘Anger MGMT.’ legen mit „Anger Is Eternal“ nach

Rau, ehrlich, unbequem ‘Anger MGMT.’...

Man muss aktuell nicht lange suchen, um Gründe für Wut zu finden. Nachrichtenlage, gesellschaftliche Spannungen, Dauerstress im Alltag – irgendwo brodelt es immer. Genau aus dieser Energie ziehen ‘Anger MGMT.’ ihre kreative Kraft. Mit „Anger Is Eternal“, das am 24. April 2026 über Noisolution erscheinen wird, legt die Band den Nachfolger ihres gefeierten Debüts vor – und deutet bereits an, dass Wut manchmal der beste Treibstoff für starke Musik sein kann. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Band ihren Sound weiterentwickeln möchte, ohne den eigenen Stil aus den Augen zu verlieren. Statt einer radikalen Neuausrichtung setzen ‘Anger MGMT.’ weiterhin auf die Mischung, die sie auszeichnet: kantiger Post-Punk trifft auf Punk-Energie, Grunge-Schwere und eine ordentliche Portion Garagerock. Flirrende Gitarren, druckvolle Drums und eingängige Hooklines treffen dabei auf eine raue Attitüde, die deutlich macht, dass hier keine glattpolierte Studio-Band am Werk ist.

Der Bandname bleibt Programm. Für ‘Anger MGMT.’ ist Musik kein dekoratives Beiwerk, sondern ein Ventil. Eine Möglichkeit, Frust, Zweifel und Wut in etwas Kreatives zu verwandeln. Genau diese Haltung spiegelt sich auch in den Texten wider. Frontmann Nik Petronijevic verarbeitet darin offen seine Erfahrungen mit Angststörungen und Depressionen. Seit seiner Kindheit begleitet ihn diese Belastung – und längst engagiert er sich auch abseits der Musik als Mental-Health-Aktivist für mehr Offenheit und Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen. Wie ernst es der Band mit dieser Auseinandersetzung ist, zeigt auch das Video zur ersten Single „Under My Skin“. Darin steigt Nik Petronijevic symbolisch selbst in den Boxring, um sich seinen Ängsten zu stellen. Begleitet von den bandtypischen Post-Punk-Gitarren entwickelt sich der Clip zu einem intensiven Schlagabtausch zwischen innerem Druck und Selbstbehauptung – bis zum finalen Knockout.

Musikalisch bewegt sich „Anger Is Eternal“ dabei weiterhin auf der Kante zwischen rau und eingängig. Harte, ruppige Songs treffen auf einen leicht melancholischen Wave-Schatten. Flirrende Gitarren, druckvolle Drums und eine Stimme, die an ungeschliffene Alternative- und Independent-Bands der 90er erinnert, sorgen für genau jene Mischung aus Energie und Emotion, die Post-Punk derzeit wieder so spannend macht. Mit anderen Worten: ‘Anger MGMT.’ liefern keinen Soundtrack für entspannte Hintergrundbeschallung – sondern Musik für alle, die Emotionen lieber laut verarbeiten. Spätestens am 24. April wird sich zeigen, wie viel Druck sich auf „Anger Is Eternal“ tatsächlich entlädt.

Rau, ehrlich, unbequem: ‘Anger MGMT.’ legen mit „Anger Is Eternal“ nach
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