Rammstein - Sonne

Rammstein - Sonne

Bald ist es soweit: Die lang erwartete neue Studio-CD „Mutter“ von ‘Rammstein’ wirft ihre Schatten voraus – und kündigt sich mit der Maxi-Single „Sonne“ eindrucksvoll an. Grund genug also, diese Veröffentlichung einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen, ob der Vorbote hält, was er verspricht.

Um es gleich vorwegzunehmen: Wer bislang die melodiebetonteren Stücke von ‘Rammstein’ wie „Engel“ oder „Du riechst so gut“ mochte, wird auch mit „Sonne“ bestens bedient. Der Song verbindet die typische Wucht der Band mit einer fast schon hymnischen Eingängigkeit. Dieses markante „Eins, zwei, drei, vier…“ brennt sich sofort ins Gedächtnis, bevor die Gitarren mit voller Kraft einsetzen. Druckvoll, gradlinig und mit genau der Portion Pathos, die man erwartet.

Die Maxi selbst enthält insgesamt fünf Tracks, wobei „Sonne“ gleich viermal vertreten ist: in der Originalversion, als Instrumental sowie in zwei Remixen von Clawfinger. Das ist einerseits konsequent, andererseits bleibt ein kleiner Wermutstropfen: Viel Raum für einen Ausblick darauf, wie das komplette Album „Mutter“ klingen wird, lässt diese Auswahl nicht. Zumal sich die verschiedenen Versionen von „Sonne“ stilistisch weniger stark unterscheiden, als man vielleicht gehofft hätte.

Doch dann kommt Track zwei – „Adios“. Und plötzlich wird es richtig spannend. Treibende, beinahe gehetzte Beats treffen auf rau geschrammelte E-Gitarren. Das Ganze wirkt wie ein kontrollierter Sturm, der sich immer wieder in melodische Passagen zurückzieht: „Nichts ist für dich, nichts bleibt für dich…“ – nur um danach wieder Fahrt aufzunehmen. Dieses Wechselspiel aus Druck und Melodie funktioniert hervorragend und bleibt sofort hängen. Kurz gesagt: ein verdammt starker Song, der fast schon heimlich zum Highlight der Maxi wird.

Unterm Strich ist „Sonne“ ein kraftvoller Vorbote für „Mutter“. Vielleicht noch nicht die komplette Offenbarung, aber definitiv ein deutliches Signal, dass ‘Rammstein’ ihren Weg konsequent weitergehen. Für Fans führt also kein Weg daran vorbei: ab in den Laden. 4,5 Sterne insgesamt – fünf für „Adios“, vier für „Sonne“.

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