Der in seiner Heimat, der Grafschaft Essex, als Gärtner tätige Matt Randall veröffentlicht unter dem wohl kaum passenderen Namen Plantman am 26.04.2013 sein Soloalbum "Whispering Trees". Ob Matt sich der Analogie zu Marvel-Held Samuel Smithers aka Plantman, der vom Botaniker zum Superhelden mutiert und den Präsidenten der USA entführt, bei der Namensfindung zu seinem Soloprojekt bewusst war, sei dahingestellt.

Viel vertretbarer ist vermutlich die These, dass Matt auf "Whispering Trees" viele liebevolle Songs herbeizaubert, die vornehmlich instrumentiert mit Gitarre, Drums, Bass, Orgel, Piano und Melodica seine unverkennbare Liebe zur Natur, seiner Profession und der Musik beschreiben. Nicht selten erinnert die Gitarrenarbeit an Vini Reilly, während Matts Stimme kosmisch, leicht lethargisch über dem halbakustischen Soundteppich schwebt, der häufig Richtung Lo-fi tendiert. Songs wie "Lunaria" und "Old Ghosts" erinnern an den Dream-Pop von Beach House, der Titeltrack "Whispering Trees" läßt Reminiszenzen an Nick Drake oder Bill Fay aufkeimen, nachdem zuvor noch die Stimmungen früher Velvet Underground-Alben aufkommen.

Musikalische Unterstützung erfährt Matt durch das Mitwirken von Adam Radmall und Bryan Styles, die die Songs, abwechselnd mit den notwendigen Drums ausstatten. Ein wunderschönes Album zwischen englischer Romantik, Indie-Lofi, leichtem Shoegaze und zartem Singer-Songwritertum.

Quelle: Broken Silence