Phillip Boa Special: Interview, CD-Kritik, Konzertbericht & mehr
Viele Dinge können großartig, wunderbar, fantastisch, exzellent, super, einzigartig oder kultig sein. Coole Dinge sind allerdings wirklich spärlich in meinem Kosmos. Kirscheis ist cool oder Otto von Bismarck war vielleicht auch cool. Einer allerdings hat dieses kleine englische Wörtchen verdient wie kein anderer: Phillip Boa. Der Anti-Held der deutschen Popkultur lärmt seit 20 Jahren – zusammen mit seiner Ex-Frau Pia Lund und seinem fulminanten Voodooclub - durch die Rock’n’Roll-Welt und schaffte es aus einer reinen Indiekultur eine mediterran europäische Popkultur mit einer unvergleichlichen Schrägheit, einem unhaltbarem Rock und einer unerreichbaren Coolness zu machen.
Egal ob als schüchterner Rockbubi, als - von der Presse verschrienes - „Arschloch der Nation“, als The-Last-Man-Standing, als Leonard Cohen ähnlicher Gentleman, als knarziger Charmeur oder als Vorbild für die neue Rock’n’Roll-Generation: Boa balanciert seit 2 Dekaden kontinuierlich und erhobenen Hauptes zwischen den zwei Stühlen der missverstandenen Verachtung und der zustimmenden Liebe, ohne dabei jemals auf dem höchsten Dach oder im tiefsten Keller gestanden zu haben. Einer meiner, vielleicht auch Eurer und unserer Helden feiert sein musikalisches Jubiläum. Zeit für eine Retrospektive mit Blick in die Zukunft.
• Melancholische Flashbacks und die Sucht nach dem Extremen – ein Interview mit Phillip Boa (teilweise sogar als MP3 zum Nachhören) • Rocking over Hagenow – ein Bericht des kuriosen Kultkonzertes im März 2005 • Ein gewagter Spagat zwischen Klassik, Kult und Coversongs – eine CD-Besprechung der „20 Years of Indie-Cult“-EP • Ein kleiner Gruß für große Fans – Phillip Boa sagt „Hallo!“ • Signiert und spendiert: