Lange war es still um eine der genialsten Combos aus der Welt der alternativen Unterhaltungselektronik. Mit ihrem pragmatischen Mix aus dicken Beats, ungebändigter Experimentierfreude, gezielter Provokation und einer ganz großen Portion Gaga nahmen die italienischen Electro-/EBM-Pioniere von Pankow immer eine Sonderstellung in der Szene ein.
Tanzbar … ja. Chaotisch und kaputt … aber hallo! Stinkefinger, herausgestreckte Zunge und ein satter, elektronischer Tritt in den Allerwertesten … auch 25 Jahre nach ihrer ersten Veröffentlichung haben Pankow auf „Hogre“ nichts von ihrer Einzigartigkeit eingebüßt. In Eigenregie und unter den Händen findiger Remixer (u.a. Plastic Noise Experience) sind die Italiener auf ihrer neuen EP wieder alles, bloß nicht vorhersehbar. Ein fast 10-minütiges Stampfer-Epos (Don’t Follow), das beweist, dass auch krachende Industrial-Beats und ein hymnischer Ohrwurm mitunter gute Freunde sein können, eine wummernde Ode an den Alkoholmissbrauch im Old-School-EBM-Sound (Das Wodkachaos), dunkle Wuchtbrummen, minimalistische Lärm-Pop-Songs, Electroclash – erlaubt ist, was gefällt, Hauptsache, es kracht.
Ist das EBM? Industrial Pop? Electro-Rock? Mitsing-Lärm? Old School? New School? Any School? Frankly, my dear… we don’t give a fuck! Wegweisend… wie immer! „Hogre“ ist auf 666 Stück limitiert und erscheint in einem handnummerierten, edlen Digipak.
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