80s-Vibes? Klar. Tanzbare Synths? Auch das. Aber ‘Meersein’ macht es sich auf ‘Ocean’ deutlich schwerer als nötig – im besten Sinne. Statt nostalgischem Wohlfühlprogramm gibt’s hier eine EP, die immer wieder unter die glatte Oberfläche schielt und dort Dinge findet, die man nicht einfach wegtanzen kann. Schon am 13. April 2026 hat ‘Meersein’ seine Debüt-EP veröffentlicht – komplett in Eigenregie geschrieben und produziert. Klanglich bewegt sich das Projekt zwischen warmen, vertrauten Synthflächen und modernen elektronischen Strukturen, ohne dabei in reiner Retro-Romantik stecken zu bleiben.
Mit „Tide Myself“ und „Moon Drunk“ gibt es zunächst Tracks, die durchaus tanzbar sind und sofort ins Ohr gehen. Doch lange bleibt es nicht beim leichten Einstieg: „Faultless Deep“ kippt die Stimmung spürbar und richtet den Blick auf die Konsequenzen menschlichen Handelns – das Meer wird hier zur stillen, aber unmissverständlichen Instanz. „Ariel“ bringt anschließend eine ruhigere, fast poetische Note ins Spiel, bevor „Atlantis“ die EP mit einer offenen Frage beendet, die hängen bleibt. Genau dieser Wechsel aus Zugänglichkeit und inhaltlicher Tie macht ‘Ocean’ interessanter, als es der erste Eindruck vermuten lässt. Unterm Strich ist das ein Debüt, das bewusst nicht den einfachsten Weg geht. ‘Meersein’ setzt auf Atmosphäre, Haltung und eine eigene Handschrift – und liefert damit mehr als nur ein bisschen Retro-Wellen. Mal sehen wie's weiter geht ....
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