Laut, wütend, unbequem: ‚Dorfterror‘ mit neuem Album „Schreikinder“

Laut, wütend, unbequem ‚Dorfterror‘ mit...

Zwischen Dorfidylle, Dauerkrise und dem Gefühl, ständig erklären zu müssen, warum man wütend ist, formt sich neues Material von ‚Dorfterror‘. Mit „Schreikinder“, angekündigt für den 6. März 2026 auf Dackelton Records, legt die Band ein Album vor, das sich hörbar mit dem Aufwachsen in einer widersprüchlichen Gegenwart auseinandersetzt – laut, direkt und ohne Umwege. „Schreikinder“ wird das zweite Studioalbum der jungen Punkband und versteht sich schon jetzt als desillusioniertes Statement einer Generation, die zwischen globalen Katastrophen, politischem Rechtsruck, sozialer Kälte und ökonomischem Druck erwachsen werden musste. ‚Dorfterror‘ verpacken diese Erfahrungen in melodischen Deutschpunk, der nicht anklagt, sondern offenlegt: Frust, Unverständnis, Dystopie – aber auch das Bedürfnis nach Zusammenhalt und gemeinsamer Bewegung nach vorn.

Thematisch greift das Album gesellschaftliche Brennpunkte auf, die längst Teil des Alltags geworden sind. Awareness, häusliche Gewalt, Klimabewusstsein und moderne Ausbeutungsstrukturen werden nicht abstrakt verhandelt, sondern aus einer Perspektive erzählt, die mitten drin steckt. Dabei setzen ‚Dorfterror‘ bewusst nicht auf klassische Ein-Minuten-Punknummern. Stattdessen nehmen sich viele Songs Zeit, erzählen in längeren Arrangements von Zwängen und Ungerechtigkeiten, denen man sich kaum entziehen kann – ein moderner Ansatz, der dem Inhalt Raum gibt.

Aufgenommen wurde „Schreikinder“ im Tonstudio 45, produziert von Kurt Ebelhäuser und Michel Wern, was bereits jetzt einen rohen, druckvollen Sound erwarten lässt. Nichts soll hier geglättet oder entschärft werden – im Gegenteil: Die angekündigte Produktion verspricht eine Direktheit, die bewusst Ecken und Kanten stehen lässt. Das Artwork stammt von Design Monarchie / Thomas Walloch, auch visuell wird also kein Rückzug ins Unverbindliche angestrebt. Seit ihrer Gründung 2018 haben sich ‚Dorfterror‘ konsequent zwischen Proberaum, DIY-Strukturen und politischer Jugendarbeit positioniert. Konzerte, selbstorganisierte Festivals, Soli-Sampler und klare Haltung gehören ebenso zur Bandgeschichte wie ihre bisherigen Veröffentlichungen. Vorab-Singles wie „Drei Akkorde, trotzdem nice“, „Kein Fußbreit“ oder „Welt zu klein“ geben bereits einen Vorgeschmack darauf, wohin die Reise mit „Schreikinder“ gehen wird: Deutschpunk als Sprachrohr, nicht als Pose. Bis zur Veröffentlichung im März 2026 bleibt „Schreikinder“ ein Versprechen – allerdings eines, das ziemlich laut ausgesprochen wird.

Laut, wütend, unbequem: ‚Dorfterror‘ mit neuem Album „Schreikinder“
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