Der ursprüngliche Folk-Sound des Duos, bestehend aus Severin Specht und Benjamin Nolle, wird auf die nächste Stufe gehoben, ohne dabei seine Wurzeln und Eigenständigkeit zu verlieren. „Byrth“ wartet mit unverkennbarem Indie-Folk-Rock auf, der in keinem Moment vermuten lässt, dass man es hier mit einer Band aus Deutschland zu tun hat.
Zu authentisch ist der Sound, zu poetisch die englisch-sprachigen Texte, als dass man diese Jungs in Stuttgart verorten möchte. Aufgenommen und produziert wurde das Ganze in DIY-Manier, zusammen mit dem Freund und Bruder Sebastian Specht.
Die Philosophie der Band, langfristig, nachhaltig und möglichst eigenständig zu arbeiten, wird hier konsequent weitergeführt. Specht und Nolle haben sich bewusst für diesen Weg entschieden. Größerer Arbeits- und Zeitaufwand schreckt Künstler, die zu hundert Prozent hinter dem eigenen Werk stehen wollen, eben nicht ab. Für diese Beiden steht dabei nicht nur der eigene Lernprozess und die natürliche Entwicklung im Vordergrund, sondern auch der schlichte Wunsch dem eigenen Schaffen, in jedem Detail so nah wie möglich zu sein.
Mit Hilfe griffigen E-Gitarren, dezent gelegten Percussions und einem subtilen Bass-Fundament, gewinnt der ursprünglich reduzierte, durch Westerngitarren und den zweistimmigen Gesang geprägte Folk-Sound der Kids of Adelaide, auf „Byrth“ enorm an Energie und Gefühl. Auf ein komplettes Drumset wird bewusst verzichtet. Stattdessen greift man auf das Live-Setup, bestehend aus Bassdrum und Fußschelle zurück. Eigene Gitarrentunings, die altbewährte Mandoline und eine Banjoline aus der Vorkriegszeit sorgen für das nötige Quäntchen Extravaganz. Dabei heraus kommt ein kraftvoller, eigenständiger Sound, der genau den Platz lässt, den der zweistimmige Gesang braucht. Denn darum geht es in erster Linie. Ehrliche Texte mit Substanz, die sich nicht in abgegriffenen Bildern verlieren, sondern das sagen, was gesagt werden will – das ist der Anspruch. Thematisch dreht sich „Byrth“ um zwischenmenschliche Beziehungen, prägende Erlebnisse, Ängste und Schwächen. Dabei richtet sich der Blick eher auf eigene Empfindungen als auf eine allgemeine Gültigkeit. Nach zwei Alben und zwei EPs schaffen es die Kids of Adelaide mit „Byrth“ sich neu zu erfinden ohne sich dabei zu verlieren.
Tourdates
21.05.2014 Frankfurt/Main Nachtleben
22.05.2014 Köln Blue Shell
23.05.2014 Stuttgart clubCANN
24.05.2014 München Strom
28.05.2014 Hamburg Rock Cafe St. Pauli
29.05.2014 Berlin Magnet Club
30.05.2014 Dresden Puschkin Club
31.05.2014 Mannheim Alte Seilerei