Der Termin rückt näher, die Vorfreude arbeitet bereits unter der Oberfläche. Noch ist es ruhig, noch ist Zeit zum Planen – aber in wenigen Tagen verwandelt der Katzenclub das Feierwerk in einen Ort, an dem Bewegung Pflicht und Stillstehen reine Theorie ist. Wenn der Katzenclub zur Party lädt, geht es traditionell nicht um gepflegtes Nebenbei, sondern um Nächte mit Nachdruck. Diesmal wird das Feierwerk gleich doppelt bespielt: Zwei Dancefloors, zwei Handschriften, ein gemeinsamer Puls. Das Setting ist klar auf Eskalation mit Anspruch ausgelegt – dunkel, treibend, konzentriert auf das Wesentliche.
Auf einem Floor übernehmen Klangstabil das Kommando. Ihr Sound ist bekannt dafür, sich langsam festzubeißen und dann mit voller Wucht zu wirken. Präzise gebaut, körperlich spürbar und weit entfernt von bloßer Nostalgie liefern sie genau jene Mischung aus Druck und Sog, die Tanzflächen in Bewegung hält, ohne ihnen die Luft zu nehmen. Das ist Musik, die nicht dekoriert, sondern den Raum formt. Der zweite Floor gehört Emmon, die mit düsterem Electro, EBM-Energie und klarer Haltung für die perfekte Ergänzung sorgt. Direkt, intensiv und kompromisslos tanzbar entsteht hier jener emotionale Gegenschlag, der eine Nacht erst komplett macht. Kein Ausruhen, kein Leerlauf – nur dieses angenehme Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.
Los geht das Ganze am Samstag, den 14.02.2026, ab 19:30 Uhr. Noch ein paar Tage Geduld also, dann fällt der Startschuss. Wer elektronische Musik lieber fühlt als erklärt bekommt, sollte diesen Abend fest einplanen. Der Katzenclub macht sich bereit – und München gleich mit.
Katzenclub dreht auf: Zwei Floors mit Klangstabil & Emmon im Feierwerk
Sequence Vogue - Groundless Lives
Man kann Futurepop totreden. Oder man kann ihn einfach gut machen. Sequence Vogue entscheidet sich mit 'Groundless Lives' sehr eindeutig für Letzteres. Kein Verstecken hinter Ironie, kein unnötiges Herumexperimentieren, kein „Wir machen das jetzt mal ganz anders“. Stattdessen: klare Beats, große Melodien, Haltung. Genau so funktioniert dieses Genre, wenn man es ernst nimmt – und nicht nur als Szene-Deko versteht.Musikalisch ist 'Groundless Lives', wie schon vorsichtig angedeutet, Futurepop vom Feinsten. Der Einstieg mit 'Alone At Xmas' und 'I Was Born Too Late' fängt einen sofort ein und zieht...
Das Netzwerk - Mechanism
Also, ich bin ja nicht besonders optimistisch, was unsere Zukunft angeht, aber nach diesem Album hätte ich gerne eine zweite Meinung. Das Berliner Duo 'Das Netzwerk' malt mit "Mechanism" ein Bild der Zukunft, das so düster ist, dass selbst mein Terminkalender für nächste Woche dagegen wie ein Ponyhof wirkt. Sechs Songs über eine Welt, in der Maschinen regieren und Menschen so überflüssig sind wie Kohlekraftwerke in einer Windpark-Werbung – nur mit mehr verzerrten Gitarren und weniger Greenwashing.