Der Sozialakku blinkt rot, die Tiefkühlpizza wartet und irgendjemand fragt, warum man heute schon wieder nicht mitkommt. Vielleicht wäre ein eigenes UFO doch eine vernünftige Anschaffung. 'Janka' kennen solche Fluchtgedanken und machen daraus deutschsprachigen Indie-Pop: Am 23. Oktober 2026 veröffentlicht das Innsbrucker Quartett sein Debütalbum 'Nicht von dieser Welt' über Feber Wolle. Zehn Songs widmen sich dem Gefühl, auf diesem Planeten gelegentlich die falsche Bedienungsanleitung erhalten zu haben.
Sängerin, Gitarristin und Texterin Bianca Ehrenstraßer nimmt dafür Situationen auseinander, die selten nach großer Kunst aussehen, aber erstaunlich viel Gesprächsstoff liefern. 'Danke für die Einladung' behandelt erschöpfte soziale Reserven, 'Wenn du dann weg bist' das Zuvielerzählen und 'Magentamann' das Geghostet-Werden. 'Tiefkühlpizza' bekommt gesellschaftlichen Druck auf den Teller. In 'Nicht alleine in der U-Bahn' zeigt sich frische Verliebtheit dagegen ganz praktisch: Endlich muss man die Bildschirme im öffentlichen Nahverkehr nicht mehr allein anstarren. Romantik kann offenbar auch ohne Sonnenuntergang umsteigen.
Zum Personal gehören außerdem Carole Bidaine an Trompete, Posaune und Keys, Bassist Martin Bayer und Schlagzeuger Finn Achatz. Gemeinsam setzen sie auf verspielte, tanzbare Arrangements; als Inspiration nennt die Band unter anderem 'Wir Sind Helden', 'Die Höchste Eisenbahn' und 'Von Wegen Lisbeth'. Zwischen Bläsern und Alltagsbeobachtungen bleibt allerdings auch Platz für ernste Themen: 'Bitte geh' erzählt vom Versuch, eine Freundin davon abzuhalten, in eine gewaltvolle Beziehung zurückzukehren.
Janka: Indie-Pop für Erdlinge mit leerem Sozialakku
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- Elec
- Kategorien
- NewsPop / Wave / Minimal
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