"How To Dress Well" ist der New Yorker Experimental-Pop-Musiker und -Produzent Tom Krell. Was er macht ist schon ziemlich einzigartig. Man merkt, dass der junge Mann Philosophie studiert hat (unter anderem übrigens in Köln und in Berlin). Im September erscheint seine zweite Platte mit dem Titel „Totel Loss“.
Selten hört man so verstörend schönen und ruhigen, elektronischen ... ja, was eigentlich? Manche nennen es R’n’B, und obwohl die Musik auf das erste Hören wenig damit zu tun hat, ist diese Einordnung gerechtfertigt. Auf der anderen Seite entsprechen diese ätherischen, schwebenden, hallenden Stücke so gar nicht dem tanzbaren Widerstück, entfalten aber trotzdem einen Sog, der dem des Soul und des Funk entspricht. Das erste veröffentlichte Stück aus dem neuen Album heißt „Ocean Floor For Everything“ und ist ein perfektes Beispiel für diese Melange: Eine verhallte Vocoder-Stimme singt eine Melodie, in die Harmonie-Gesang einfällt und eine zarte Keyboard-Phrase. Irgendwann, nach fast zwei Minuten, klatscht jemand in die Hände und der Rhythmus setzt ein.
Hört sich abgefahren an, ist es auch, und dabei ganz klar und transzendent. Wie die Sonne, die durch das Fenster scheint und alles hell und deutlich macht. Und hat, jetzt mal ehrlich mit Philosophie nichts so viel zu tun, dafür aber mit großer Kunst. How To Dress Well schafft es, in kleine Stücke eine ganze Welt zu legen. Das ist toll. How To Dress Well sind live zu sehen und zwar am 27.10.2012 in Hamburg (Uebel & Gefährlich / Turmzimmer), am 29.10.2012 in Berlin (Bi Nuu) sowie am 30.10.2012 n München im Feierwerk!
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