Nach im Jahr 2006 „Easy Listening Vol.1“ bereits an Einzel-CD erschien und Anfang des Jahres 2007 „Easy Listening Vol. 2“ stellt sich eigentlich nun die Frage, warum sich die finnischen Goth-Rocker nun dazu entschieden, beide CDs noch einmal als DCD zu veröffentlichen, zumal beide Veröffentlichungen lediglich in der Verpackung Unterschiede aufweisen. So erscheint die Doppel-CD nun in einem grünen Digipack mit einem ebenfalls grünen Poster der Coverfront. Auf den CDs befinden sich in feinster Best-of-Manier die größten und bekanntesten Hits der Band in bislang unveröffentlichten Remixen und Live-Versionen. So spiegelt die CD 1 die softe Seite der Band wieder und Schmuseperlen, wie „In Joy and Sorrow“, „Gone with the Sin“ oder das in der Unplugged Version vorgetragene „For you“ lassen sich wunderbar für angenehme Stunden zu zweit nutzen. Hervorzuheben sei hier noch der Song „Its all Tears“, bei dem die Lyrics wechselnd in extrem düsterer und übertrieben heller Stimme vorgetragen werden. Gesanglich läuft Vile Valo besonders in den Acoustic Sets zu Hochtouren auf, stimmlich kann ihm wohl so schnell niemand das Wasser reichen. Für Liebhaber der doch härteren Gangart ist CD 2 zu empfehlen, die mit einem gitarrenlastigen „Buried By Love“ in der Gig Version beginnt. Nicht minder energiegeladen folgen dann der Turbonegro Klassiker „Rendevous mit Anus“ und „Sigllum Diaboli“. Gesanglich stark setzt Mr.Valo in den Live-Versionen von „Wicked Game „ und „Right here in my Arms“ Akzente. Erwähnenswert ist hier auf jeden Fall noch das von den Finnen vorgetragene Black Sabbath-Cover „Hands of Doom“, welches an Energie nur so strotzt. Fette Gitarren und ein für Vile Valo extrem rauer Gesang erinnern doch an das von Ozzy Osbourne vorgetragene Original. Über den Sinn dieser Veröffentlichung werden sicher geteilte Meinungen vorherrschen und böse Stimmen werden von Abzocke am Fan reden. Fakt ist jedoch, dass sich Hardcore-Him-Fans das Teil auf jeden Fall zulegen und für Neu-Hörer bieten beide CDs einen guten Querschnitt durch das bisherige Schaffen der Band. Auch wenn manche Original Songs bei weitem eine bessere Durchschlagskraft haben, als einige der hier veröffentlichten Remixe, so entschädigen die vorhandenen Live-Darbietungen dann um einiges.