Wer dachte, nach 'The Look' sei das Limit des Wahnsinns erreicht, kennt die 'Bad Loverz' wohl schlecht. Schon am Freitag haben die durchgeknallten Glamrock-Exzentriker – hinter denen sich das Spaßprojekt von Saltatio Mortis verbirgt – die nächste Eskalationsstufe gezündet: Mit Hangover liefern sie eine Cover-Version des Taio-Cruz-Ohrwurms, die so viel Feuer hat, dass selbst der Kater am nächsten Morgen Applaus klatscht. Vergesst also Auto-Tune, Elektro-Beats und Discokugel – Bad Loverz machen aus dem Club-Hit eine brüllende Stadionnummer, bei der nicht nur die 80er, sondern auch jede anständige Lederhose Freudentränen weint. Fette Gitarren, Refrains mit Mitgröhl-Garantie und ein Sänger, der klingt, als hätte er sich die Stimmbänder mit Motoröl gegurgelt – das ist kein Cover, das ist eine Mission.
Natürlich bleibt dabei kein Auge trocken. Denn Hangover ist kein nüchterner Ausflug in die Pop-Geschichte, sondern ein alkoholgetränktes Statement: Party ist erst dann vorbei, wenn jemand Smoke on the Water auf der Luftgitarre spielt – im Handstand. Wer sich an den Abend erinnern kann, hat definitiv die falsche Playlist gehabt. Und mit dieser Version von Hangover kann man sich das Gedächtnis gleich sparen. Ob du gerade mit einem Gin Tonic in der Hand in deiner Küche headbangst oder auf der Rückbank eines Taxis versuchst, deine Schuhe wiederzufinden – dieser Song schreit nach Lautstärke, Glitzer und Chaos. Und wer weiß? Vielleicht gibt's bald ein ganzes Album voller Glam-veredelter Cover-Versionen. Bis dahin: Kopfschmerztablette rauslegen, Boxen aufreißen, Hangover rein – und das Tanzbein schwingen, als gäbe es kein Morgen. Spoiler: Den gibt’s wirklich nicht, wenn Bad Loverz feiern.
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