Das Projekt At Sea Compilations wurde 2013 von Axel Meßinger gegründet. Das Ziel: Eine unabhängige Plattform für Undergroundbands und neugierige Musikfans zu etablieren. So wurden in den letzten Monaten und Jahren zahlreiche monothematische Zusammenstellungen wie die "Snowflakes"-Reihe oder die beiden "Twist The Past" Sampler veröffentlicht.

Dabei wurden gern Bands und Künstler aus allen Ländern und Kontinenten der Erde miteinander vereint: Von USA bis Asien. Von Kasachstan bis Russland. Schnell wurde seitens Hörer und Bands der Wunsch laut, eine Veröffentlichung allein im Zeichen der deutschen schwarzen Szene zu veröffentlichen.

Es sollte aber noch einige Zeit vergehen, bis der Initiator selbst die Notwendigkeit für solch eine Compilation erkannte. Letztlich waren nicht nur die vielen gothic-fremden Musikstile in den deutschen schwarzen Medien ausschlaggebend für diese Zusammenstellung, sondern auch die Beobachtung, dass in den letzten Jahren eine sich stetig wachsende Undergroundszene formierte.

Unabhängig und individuell. Gleichzeitig wurden in Blogs, Foren, von einigen alteingesessenen Szenemusikern sowie einigen Szene-Medien selbst die deutsche Gothic-Musik-Kultur für tot erklärt. Dieser Widerspruch gab schlussendlich den Anlass der heutigen Gothic-Musik in Deutschland eine komplette Veröffentlichung zu widmen. Die Idee zu "German Gothic Isn't Dead" - als Antwort auf die ständigen Klagelieder - wurde geboren.

Von Anfang an war klar: Techno, Aggrotech und Neue Deutsche Härte - beliebte Stile der heutigen "Schwarzen Szene" - werden definitiv nicht abgebildet! Das Konzept sah vielmehr vor, eine in sich stimmige und vielschichtige Mischung aus Gothic-Rock, Dark- und Coldwave, Gothic-Metal und etwas Electronic zu finden. Stile und Genres eine Plattform zu bieten, die bereits in den 80ern und 90ern des letzten Jahrhunderts in der deutschen schwarzen Szene gehört worden. Gleichzeitig sollte die Zusammenstellung weder rückwärtsgewandt noch altbacken wirken. Die Aufgabe bestand also darin eine Brücke zu bauen - zwischen den Wurzeln der Gothic-Musik und der Moderne. Dabei sind die Grenzen auf musikalischer und inhaltlicher Ebene bewusst fließend gehalten. Daneben galt es Musiker zu finden, die diesen Anspruch gerecht werden - musikalisch und menschlich. Schlussendlich ist ein lebendiger, leidenschaftlicher und vielseitiger Einblick in die heutige Undergroundmusikszene Deutschlands entstanden.

"German Gothic Isn't Dead" ist ein Bekenntnis zur deutschen Gothic-Szene und dessen langlebige Musikkultur. Eine Szene, die nie an Vitalität und Kreativität verloren hat. Es ist eine Szene, die wahrscheinlich die lebendigste seit Mitte der 90er Jahre darstellt. Diese Compilation ist ein Bekenntnis sowie eine Liebeserklärung zur DIY-Kultur. Allein von Konsum kann und wird keine Subkultur überleben. Mit unserer Arbeit möchten wir einen Teil dazu beitragen und inspirieren die Szene bewusst und aktiv zu leben sowie zu gestalten. Der Erfolg gibt dem Konzept Recht: Innerhalb der ersten zwei Wochen nach der Veröffentlichung haben bereits über 1000 Hörer die Zusammenstellung heruntergeladen! Den kostenlosen Download findet Ihr unter http://www.at-sea-compilations.de !

Quelle: Axel Meßinger