Manchmal stößt man auf Musik, die sich nicht so einfach kategorisieren lässt. Und dann gibt es 'Purgatorius' von 'Noord23naarzuid' – ein Release, das nicht nur musikalisch ein Rätsel ist, sondern auch, weil wir absolut nichts über das Projekt herausfinden konnten! Eine kurze Recherche (okay, vielleicht auch eine längere) brachte uns auf Discogs genau null Ergebnisse. Nada. Nicht mal ein verstolperter Eintrag mit falschem Bandnamen oder einem Bootleg aus Kasachstan. Auf Bandcamp wird das Ganze dann noch mysteriöser: Ein grimmiges Gesicht starrt uns entgegen, begleitet von der kryptischen Selbstbeschreibung „0OOO000OO00O00O“. Äh … okay?!
Aber genug über das Phantom – sprechen wir über die Musik. 'Purgatorius' ist am 11. März 2025 erschienen und zieht uns mit vier düsteren Tracks in einen Strudel aus dröhnenden Frequenzen, kalten Klangflächen und industrieller Maschinengeisterbeschwörung. Der neunminütige Opener 'Purgatorius' schleppt sich zunächst wie ein rostiger Roboter durch ein dystopisches Endzeitszenario, bevor er sich in ein unheilvolles Klangmonster verwandelt. 'Charnia' klingt, als würde man sich in einer dunklen Höhle verirren, in der die Wände flüstern. 'Ceratarges' hämmert mit rituellen Sounds auf unser Trommelfell ein, während 'Gorgonops' mit seinen verzerrten Klangstrukturen so klingt, als hätte jemand versehentlich das Jenseits angewählt. Yeah, genau so wünschen wir uns Musik! :-)
Nun, ob vom Genre her dann Industrial, Dark Ambient oder einfach ein Soundtrack für eine post-apokalyptische Séance – 'Purgatorius' ist nichts für schwache Nerven. Und auch wenn wir immer noch nicht wissen, wer oder was Noord23naarzuid ist: Dieses Release spricht für sich. Wer bereit ist, sich auf das akustische Mysterium einzulassen, findet das Werk auf Bandcamp – inklusive grimmigem Gesicht und geheimnisvollen Zahlen-Buchstaben-Codes. Vielleicht ergibt das ja alles irgendwann einen Sinn. Vielleicht auch nicht. Wir jedenfalls sind erst einmal begeistert!
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