Der Berliner Gitarrist 'Frank Diez' ist tot. Wie seine offizielle Website mitteilt, starb er am 1. November 2026 in seiner Heimatstadt Berlin, nur einen Tag vor seinem 76. Geburtstag. Mit ihm verliert die deutsche Rockszene einen Musiker, der selten selbst im Scheinwerferlicht stand und dennoch auf erstaunlich vielen Platten zu hören ist.

Den größten Teil seiner Laufbahn verbrachte Diez an der Seite von 'Peter Maffay'. 1974 war er Gründungsmitglied von dessen Band, blieb bis 2004 an der Gitarre und arbeitete später auch als Produzent. Sein Solo in „Eiszeit“ kennen viele, die seinen Namen nie gehört haben. Er wirkte an Alben wie „Steppenwolf“ und „Revanche“ mit und war ab 1983 bei den „Tabaluga“-Produktionen dabei. Zu seinen frühen Stationen zählten Atlantis und Karthago. Während seiner Jahre bei Maffay wirkte er auch an Aufnahmen von Randy Pie und Frumpy mit.

Auch abseits davon war er gefragt: Laut seiner Biografie spielte er Sessions und Konzerte mit 'Jimi Hendrix', 'Chuck Berry' und 'Little Richard' und stand für 'Eric Burdon', 'Giorgio Moroder' und 'Donna Summer' im Studio. Mit 'Udo Lindenberg' und 'Konstantin Wecker' arbeitete er ebenfalls. Seine eigentliche Liebe blieb der Blues: Mit 'Colin Hodgkinson' tourte er von 1986 bis 2019 als 'Electric Blues Duo', über 1.500 Konzerte und sieben Veröffentlichungen kamen dabei zusammen. 2025 wurde er mit dem „Blues-Louis“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Seinen letzten Bühnenauftritt hatte er am 2. Mai 2026 gemeinsam mit 'Siggi Schwarz'. Gitarren, Studiobänder und Skizzenbücher von Diez bewahrt die Lippmann+Rau-Stiftung in Eisenach auf. Auf seiner Website verabschiedet man sich mit den Worten: „Danke für die Zeit, die Du uns geschenkt hast“.