'Filth Majesty' naht: 'Hoc Est Bellum' liefern Kriegslärm mit Ekstase-Faktor

Filth Majesty naht: Hoc Est...

'Hoc Est Bellum' machen keine Musik für Menschen, die ihre Extreme gern mit Samthandschuhen serviert bekommen. Die finnischen Bestial-Black/Death-Metaller haben mit „Vomit Black Ecstasy“ eine neue Single aus ihrem kommenden Debütalbum „Filth Majesty“ losgelassen – ein Stück, das weniger anklopft, sondern gleich mitsamt Tür, Rahmen und Teilen der Hauswand im Wohnzimmer steht. Das Album erscheint am 26. Juni 2026 via Time To Kill Records und verspricht schon jetzt alles, was die schwarze Untergrundküche so richtig unappetitlich macht: Kriegslärm, Schwefelgeruch, rituelle Raserei und eine Produktion, die nicht nach sterilem Studio-Hochglanz klingt, sondern nach Keller, Staub, Rost und Einschlagkrater. „Vomit Black Ecstasy“ ist dabei kein freundlicher Appetithappen, sondern eher der musikalische Moment, in dem einem der Teller direkt ins Gesicht geschleudert wird.

Die Band aus Helsinki und Turku mischt corrosive Black-Metal-Feindseligkeit mit der walzenden Wucht des Death Metal. Heraus kommt ein Sound, der marschiert, würgt, hämmert und sich mit militanten Rhythmen durch die Gehörgänge fräst. Wer hier auf Melodiebögen, versöhnliche Refrains oder dezente Atmosphäre hofft, hat vermutlich den falschen Abgrund gebucht. 'Hoc Est Bellum' setzen lieber auf rohe Aggression, blasphemische Direktheit und eine Atmosphäre, in der selbst der Sensenmann kurz fragt, ob man vielleicht mal lüften könnte.

Gegründet wurde das Trio 2022, erste unterirdische Brandzeichen setzte bereits „Demo 2023“. Mit „Filth Majesty“ folgt nun der erste vollständige Angriff in Albumlänge. Zehn Stücke stehen auf der Tracklist, darunter „Black Metal Terror“, „Passion Of The Antichrist“, „Nightside Necromancy“, „Serpent Of The Black Pit“ und natürlich „Vomit Black Ecstasy“. Schon diese Titel klingen, als hätte jemand eine schwarze Messe in einem Munitionslager veranstaltet – mit eher überschaubarem Sicherheitskonzept.

„Filth Majesty“ soll die bestialische Marschrichtung des Demos weiterführen, aber zusätzlich dunkle atmosphärische Passagen einstreuen, die wie giftiger Nebel durch das Schlachtfeld ziehen. Das Ergebnis dürfte kein Album für sensible Sonntagsmenschen werden, sondern ein dreckiges, kompromissloses Statement zwischen Black Metal Terror, Death-Metal-Gewalt und apokalyptischer Untergrundromantik. Oder anders gesagt: Musik, die nicht sauber sein will – und genau deshalb so gefährlich riecht.

Medienkonverter.de

Wir verwenden Cookies zur Optimierung unserer Webseite. Details und Einstellungen finden Sie in der Datenschutzerklärung und im Privacy Center. Ihre Einwilligung ist jederzeit widerrufbar. Soziale Netzwerke & Drittanbieter-Inhalte können angezeigt werden. Mit „Alle akzeptieren“ stimmen Sie (widerruflich) auch einer Datenverarbeitung außerhalb des EWR zu (Art. 49 (1) (a) DSGVO).