Evanescence - Sanctuary

Evanescence - Sanctuary

Evanescence sind zurück! Die US-Rockband rund um Frontfrau Amy Lee präsentiert ihren neusten Longplayer "Sanctuary" und beweist mit 12 frischen Songs erneut, dass sie längst im Rock-Olymp angekommen sind. Schon der erste Track "Beautiful lie" geht dank starker Gitarrenriffs und Amy Lees vielseitiger Stimme richtig ab und lässt nicht nur alte Fans aufhorchen. Fünf Jahre nach dem Vorgänger "The bitter truth" dreht sich wieder alles um Lügen und Wahrheiten, um Liebe und um das Verlassenwerden. Privat glücklich verheiratet und Mama eines Sohnes, nimmt Amy Lynn Hartzler, wie sie bürgerlich heißt, ihre Hörer wieder mit auf eine musikalische Reise zu den zwischenmenschlichen Abgründen. 

Auch nach mehreren Wechseln in der Besetzung der Band hält man an den gewohnt epischen Tracks fest. "Sanctuary" vereint intensive Rocksounds mit der bittersüßen Stimme der Sängerin, die den ganz eigenen Charme von Evanescence mitschwingen lässt. Dabei erfinden die US-Rocker ihren Stil nicht neu, sondern liefern gewohnt starke Songs, die sofort ins Herz eindringen und sich dort festsetzen. Hier und da setzt man mehr Synthies ein, was dem schweren Rocksound eine neue Seite mitgibt, die etwas Hoffnungsvolles in sich trägt. Mit "Afterlife" bringt man einen Track ins Spiel, der den Hörer sofort fesselt und in seinen Band zieht, während "Self Destruct" sich sofort nach einem absoluten Muss für die Festivalshows der Band anhört. 

Natürlich dürfen auf einem Album von Evanescence die großen Balladen nicht fehlen. Mit "How I can heal" schlagen Evanescence ruhige Töne an, die von leisen Piano und Violinen getragen werden und die ohnehin schon sehnsuchtsvolle Stimme Amy Lees noch mehr unterstreichen. Schon fast möchte man wetten, dass der Track auf der nächsten Ausgabe des "Kuschelrock" Samplerszu finden sein wird. Es könnte aber auch "Without you" werden, der ebenfalls leise Klänge anschlägt und die wundervoll zarte Stimme von Amy Lee den Vorrang lässt. Sehnsuchtsvoll schreit sie dann ihren Schmerz in die Welt, als gäbe es kein Morgen mehr. Geprägt von schwierigen Jahren, in der die Welt schier auseinanderzubrechen drohte, schrieb die 44-jährige die Songs, die nun im Juni auf dem neusten Longplayer erschienen. Da ist der Albumtitel "Sanctuary" leicht verständlich, denn für Amy Lee war die Musik immer ein Zufluchtsort, (englisch "Sanctuary") ein Ort, an dem alles gesagt werden darf, ohne sich zurückhalten zu müssen. Genau das spürt man auch bei den neuen kraftvollen Songs, die es zum Glück aus diesem Rückzugsort geschafft haben. 

Mehr als 20 Jahre sind vergangen, seit Evanescence erstmals auf der internationalen Rockbühne erschienen und mit "Bring me to life" Aufsehen und vor allem auch Aufhorchen erlangten. Dass die Luft aber noch lange nicht raus ist, beweist die Band auch mit dem am 5. Juni erschienenen Longplayer "Sanctuary" erneut. Schon im Spätsommer werden die US Amerikaner ihre neuen Songs und sicherlich auch einige alte Hits auf einer Europatour live präsentieren, Tickets gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen. 

Evanescence - Sanctuary
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