Falls ihr euch gefragt habt, wie sich Black Metal anhört, wenn er nach Frühschicht, Kohlenstaub und französischer Industriegeschichte riecht – keine Sorge, ‘Galibot’ liefern die Antwort. Mit „Euch’mau Noir bis“ holen sie ihr Debüt Anfang 2026 erneut ans Tageslicht, klopfen den Staub ab und stellen fest: War vorher schon düster, geht aber noch schwärzer. Während draußen gefühlt jede zweite Szene-Playlist noch im Winterschlaf hängt, kommt aus Nordfrankreich ein frostiger Reminder, dass Dunkelheit ein verdammt gutes Stilmittel sein kann.
Der Name ‘Galibot’ ist dabei alles andere als Zufall. So nannte man einst Kinder, die in den Minen Nordfrankreichs arbeiten mussten – ein historisches Gewicht, das sich tief in die DNA der Band eingeschrieben hat. 2023 von Thomas, Agathe und Clément zunächst als reines Studioprojekt gegründet, wollte man von Beginn an eine Parallele ziehen zwischen der rohen, schwarzen Materie der Kohle und der kompromisslosen Wucht von Black Metal. Wallers-Arenberg, jener Ort, in dem das Projekt entstand und der bis heute die Narben des Bergbaus trägt, diente als düstere Blaupause für das, was damals noch ein Trio war.
2024 erschien mit „Euch’mau Noir“ – im Ch’ti-Dialekt „Der Schwarze Teufel“ – ein Album, das den Norden Frankreichs als höllische Wiege zeichnete: eine raue, gnadenlose Landschaft zwischen Legenden, Elend und industrieller Vergangenheit. Anfang 2026 folgt nun die konsequente Weiterentwicklung dieses Konzepts. „Euch’mau Noir bis“ erscheint am Freitag, den 20. Februar 2026, über Les Acteurs de l’Ombre Productions und ist weit mehr als ein simples Re-Release. Alle sechs Originaltracks wurden neu arrangiert, komplett neu gemischt und gemastert im Minotaure Studio und drücken nun noch massiver, noch dichter und noch unerbittlicher aus den Boxen. Zusätzlich kehrt mit „Schlamms“ ein Stück aus der frühen Demo-Phase zurück, vollständig neu komponiert und neu aufgenommen, und fügt sich erstaunlich organisch in diese endgültige Albumfassung ein. Das Ergebnis klingt weniger nach Nostalgie und mehr nach einer bewusst geschärften Schneide.
Auch visuell wurde alles neu gedacht. Das überarbeitete Artwork von Tryfar verstärkt den dunklen, selbstbewussten Charakter des Albums und unterstreicht, dass „Euch’mau Noir bis“ als definitive Version des Debüts verstanden werden will. Aufgenommen, gemischt und gemastert wurde das gesamte Material unter der Leitung von Julien Baquero im Minotaure Studio – hörbar mit dem Anspruch, keine Kompromisse einzugehen. Die Vorbestellungen für die verschiedenen Editionen sind bereits gestartet, der Versand ist für Ende Februar angesetzt. Wer sich irgendwo zwischen MGLA, Misþyrming, Forteresse oder Regarde les hommes tomber zuhause fühlt und Black Metal lieber aus dem Schacht als aus dem Märchenwald hört, sollte hier dringend genauer hinhören – idealerweise mit Licht aus und imaginärem Kohlestaub in der Luft.
Der Schwarze Teufel lebt: ‘Galibot’ veröffentlichen „Euch’mau Noir bis“
Ohne Umwege in die Eskalation: „Satanic Scum Punks“ von ‚Wolfbastard‘
Schon nach den ersten Sekunden wird klar, dass hier nichts aufgebaut oder vorbereitet werden soll – ‚Wolfbastard‘ gehen mit „Satanic Scum Punks“ sofort in die Vollen. Rasende Punkriffs, eine schneidende Black-Metal-Kälte und eine kompromisslose Direktheit bestimmen den Ton und lassen keinen Zweifel daran, wohin die Reise geht. Dieses Album will keine Stimmung erzeugen, es ist die Stimmung: aggressiv, angepisst und permanent am Anschlag.Vier Jahre nach dem dritten Album „Hammer The Bastards“ kehren die Manchesteraner zurück und wirken dabei so fokussiert wie selten zuvor. Der Opener „It’s Fucki...
Paranoia, Gitarren, Druck: 'Fotocrime' melden sich mit „Security“ zurück
Politik, der irre Trump im Dauerfeuer-Modus und andere permanente Alarmmeldungen beanspruchen inzwischen mehr Aufmerksamkeit als jede Festivalbühne – und genau in dieses nervöse Grundrauschen schlagen ‘Fotocrime’. Mit „Security“ fängt die Band aus Louisville das Gefühl einer Welt ein, in der Kontrolle allgegenwärtig ist, Sicherheit aber trotzdem nirgends wirklich greifbar scheint. Roh, direkt und mit spürbar mehr Gitarren-Zorn als zuletzt liefern sie den passenden Soundtrack zur kollektiven Anspannung unserer Zeit.Am 13. März 2026 erscheint mit „Security“ das neue Album von ‘Fotocrime’ und sch...