Beim ersten Hören des Masters zum Chrysalide Album „Personal Revolution“ hatte man beim Label Dependent ein fettest Grines im Gesicht! Das Ding hatte nicht nur Eier, wie der Vorgänger „Dont Be Scared - Its About Life“, sondern auch gleich mehrere lupenreine Clubkracher im Gepäck.
Was die drei Franzosen um die Brüder Arco & Syco Trauma auspacken kann sich nicht nur sehen lassen, es klingt frisch, hat Selbstvertrauen und – einen ganz eigenen Stil. Waren die Vorgänger noch sehr von der Stimmung des kanadisch geprägten Industrial wie Skinny Puppy beeinflusst, so verlässt man sich jetzt mehr auf den eigenen Stil.
Auch wenn einzelne Tracks deutlich stringenter und nicht mehr so schwerverdaulich sind wie auf dem Vorgänger, kann man sich mit dem frischen Wind den dieses Album macht noch spielend die Haare föhnen. Auf diesen Sound können sich Industrial - und EBM-Fanatiker wahrscheinlich einigen. Für das eingefahrene Elektrogenre kommt dieser Arschtritt in der Tat einer kleinen Revolution gleich.
Und nichts anderes wollen die Franzosen auch anzetteln, eine Revolution die von jedem Einzelnen ausgeht, und das Individuum als Zentrum hat. Vom 21. Jahrhundert ist man schließlich schon jetzt enttäuscht: Ein Jahrhundert der Krisen: ökonomisch, ökologisch, politisch, moralisch und individuell. „To sum up: this world is totally fucked up!“ (O-Ton aus dem Album-Intro “Welcome To The 21st Century.”)
„Personal Revolution“ erscheint am 10.10.2014 darüber hinaus gleich in zwei Versionen, einer regulären Edition in einem schicken Digipak mit einem kleinen Nervbolzen drauf, und der auf 500 Stück limitierten RISE-Edition, mit Bonus-CD in einem edlen 48-seitigen Hardcoverbuch.