Es ist offiziell: Am 3. Oktober 2025 gibt’s keine goldene Herbstromantik, sondern eine rabenschwarze Abrissbirne aus der Ukraine (mittlerweile mit Stützpunkt in Polen). ’Orbstruct’ bringen über Paragon Records ihr drittes Album Ostracism heraus – und was da auf uns zurollt, klingt so gar nicht nach Kürbis, sondern eher nach Panzerwalze mit Satan am Steuer. Schon die Single „Hive“ summt nicht nett wie eine Biene um die Sonnenblume, sondern rüttelt am Nervenkostüm wie ein ganzer Schwarm Kamikaze-Insekten. Die Frage des Songs: Lieber als einsamer Irrer gegen den Verstand ankämpfen – oder im Chor der Wahnsinnigen untergehen? Egal, welche Option man wählt: gemütlich wird’s nicht.
Ostracism ist kein Albumtitel, sondern eine Kampfansage: Vertreibung, Ausgrenzung, Selbstzerfleischung – alles drin, nur keine Kompromisse. Schon beim Lesen der Songtitel wie „Gathering the Seeds of Own Suffering“, „Ice Insulation“ oder „Sunflowers on Our Fields“ wird klar: Hier wachsen keine Blumenkränze für Friedensfeste, sondern ein Soundtrack für verbrannte Erde. Wer an russische Propaganda-Märchen von „Brüdervölkern“ glaubt, sollte sich dieses Album besser nicht anhören – zu viel Realitätsschock ist ungesund für Kreml-Nostalgiker. Gegründet in Kharkiv, haben Orbstruct schon mit Phobos Rising und Deimos Falling bewiesen, dass Death Metal auch frostige Atmosphäre atmen kann. Und selbst als ihre Heimat in Flammen stand, machte die Band weiter, spielte Charity-Shows, sammelte Geld für Kriegsopfer und zog schließlich nach Europa, um ihre Musik nicht von Putins Bombenteppichen erdrücken zu lassen. Das Ergebnis: ein drittes Album, das so viel Wut, Verzweiflung und Kälte in sich trägt, dass selbst Sibirien dagegen wie ein Spa-Wochenende wirkt.
Wer mutig genug ist, kann Ostracism jetzt schon vorbestellen – am besten gleich zusammen mit einem Satz neuer Lautsprecher, denn wenn Orbstruct loslegen, bleibt vom Wohnzimmerteppich höchstens noch Asche.
Blackened Death Metal aus der Ukraine: Orbstructs Ostracism kommt im Oktober
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