Der Review, der nicht verschwinden wollte: Judith – „Play Of Light“

Der Review, der nicht verschwinden...

Staub ist im Digitalarchiv eigentlich gar nicht vorgesehen. Trotzdem lag auf „Play Of Light“ eine Schicht, die verdächtig nach 25 Jahren aussah. Wir haben gepustet und dabei fast die Vergangenheit im ganzen Raum verteilt. Bei unserer Expedition durch die älteren Schichten des Medienkonverters stießen wir auf „Play Of Light“ von Judith. Der ursprüngliche Review erschien genau heute vor 25 Jahren und wurde damals von Oliver verfasst. 4 Sterne: überzeugend genug für wiederholtes Hören, aber nicht so makellos, dass die Redaktion spontan ein Denkmal aus alten CD-Hüllen errichtete.

So klang das im Original – unverändert und direkt aus dem Jahr 2001:

Einige werden sagen, wieder so eine langweilige Goth-Rock Band. Doch bei Judith ist es etwas anders.

Eine Kritik ist immer Auswahl: Manche Details rücken nach vorn, andere bleiben am Rand. Beim Wiederlesen kann genau diese Gewichtung überraschender sein als die Sterne. Die damalige Meinung bleibt ihre eigene Zeitzeugin. Eine heutige Reaktion darf danebenstehen, ohne den älteren Text aus dem Bild zu drängen. Ein Ausschnitt kann nur anstoßen, nicht abschließen. Die vollständige Kritik zeigt, welche Beobachtungen hinter dem damaligen Urteil standen. Zurück ins Jahr 2001.

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