Im Browser war noch ein Tab aus 2001 geöffnet. Niemand weiß, welcher Rechner so lange durchgehalten hat, aber der Inhalt war eindeutig: unser damaliger Review zu „White Slave“. Unser Ausgangspunkt ist ein vollständiger Review aus 2001. Oliver beschrieb darin „White Slave“ – mit dem Wissen, den Erwartungen und der Sprache jener Zeit. Die Sterne saßen damals ausgesprochen locker: 5 von 5 bedeuteten eine klare Empfehlung. Viel mehr Luft nach oben gab es nicht – außer vielleicht auf dem Dach der Redaktion.
Aus dem damaligen Review haben wir diesen Ausschnitt geborgen:Es ist schon merkwürdig, da bekommst Du plötzlich eine eMail von "Mistress Jennifer", die Dir erzählt "The Nuns" würden Halloween in London auftreten. Geschwind auf die Webseite der Nonnen geschaut...Mmmmmm...lecker (!!!), aber was hat das mit Musik zu tun ?!
Erinnerungen kürzen gern, glätten Übergänge und verbessern Pointen. Der Originaltext ist weniger höflich und deshalb die verlässlichere Grundlage. Manche Formulierung wirkt nach Jahren erstaunlich frisch, eine andere deutlich an ihr Entstehungsjahr gebunden. Beides gehört zu einem ehrlichen Rückblick. Jetzt seid ihr dran: Hat „White Slave“ die vergangenen 25 Jahre würdevoll überstanden? Der damalige Review liefert die Ausgangslage für eine erneute Hörprobe. Zeitmaschine betreten.