Der Kalender behauptet allen Ernstes, dass dieser Review bereits 15 Jahre alt ist. Wir halten das für eine unverschämte Unterstellung, verfügen jedoch leider über ausreichend Datenmaterial, das diese Behauptung bestätigt. genau heute erschien unsere Besprechung von „Leid statt Liebe“. Sie überlebte technische Umbauten, Designwechsel und vermutlich mehr Datenbankmigrationen, als ein Text ohne psychologische Betreuung verkraften sollte. 1,5 Sterne: Das tat vermutlich dem Album weh, unserem Rezensenten aber offenbar noch ein wenig mehr.

Der damalige Text fasste einen Teil des Höreindrucks so zusammen:

Schon öfter ging der Gedanke in meinen Hirnwindungen spazieren, dass es irgendwo da draußen so etwas wie einen Giftschrank für Gruftilyrik gibt. Das Ding ist verdammt groß, ein wenig siffig und mit schweren, feuerfesten Türen bewehrt, sodass sein Inhalt leider jede erdenkliche Katastrophe vermutlich unbeschadet überstünde.

Heute kennen wir die Wirkungsgeschichte dieses persönlichen Höreindrucks nicht automatisch besser. Deshalb vermeiden wir große Urteile und halten uns an das, was im Original steht. Persönlicher Geschmack besitzt keine Versionsnummer. Trotzdem verändert er sich fortlaufend – oft leiser und gründlicher, als man beim täglichen Hören bemerkt. Der historische Rahmen ist gesetzt. Was darin über „Leid statt Liebe“ geschrieben wurde, zeigt der vollständige Review ohne spätere Korrekturen. Originaltext aus 2011 öffnen.