Wer Halloween schon abgehakt hat, muss den Kürbis noch einmal aus der Biotonne fischen. 'The Brickbats' haben ein Album fertiggestellt, das sie im Mai und Juni 1999 aufgenommen haben. „Let the Goodtimes Rot“ ist aber erst jetzt, seit dem 6. November 2026 digital und auf limitierter 12-Zoll-Platte erhältlich. Zwischen Aufnahme und Veröffentlichung liegen also unglaubliche 27 Jahre. Für eine Band, die sich dem Horror-Punk verschrieben hat, ist das eine erstaunlich konsequente Art, eine Platte aus der Versenkung zu holen.
Die Aufnahmen entstanden mit Jacques Cohen im Studio The Space in Poughkeepsie im Bundesstaat New York. Am Mikro und an der Gitarre stand Corey Gorey, am Schlagzeug saß DW Friend, den Bass spielte Paul Morden. Als die erste Phase der Band um 2000 endete, blieben die Songs unfertig liegen. Die Tonbänder waren inzwischen in so schlechtem Zustand, dass Friend und Gorey die Aufnahmen erst retten mussten. Anschließend stellten sie die Stücke fertig, Gorey übernahm den Mix und Jeremy Hayes das Mastering. Was so lange auf sich warten ließ, hat es jetzt eilig. Die 13 Songs kommen zusammen auf gut 25 Minuten. Für „Apt. of the Werewolf“ reichen zweieinviertel Minuten, „Theme from Frankenstein’s Hangover“ ist schon nach 1:44 Minuten ausgestanden. Nur „Creepsville“ gönnt sich gut vier Minuten. Und für „We Gotta Go“ bleiben am Ende ganze 56 Sekunden. Immerhin hält sich hier mal jemand an die Ansage im Titel.
Auch bei der Vinylfarbe hält die Band den Grundton. Neben Schwarz gibt es „Pumpkin Guts Orange“, also ungefähr den Farbton, den die Küche nach dem Kürbisschnitzen annimmt. Wer erst mal hören will, was die Bänder überstanden haben, findet alle 13 Stücke auf Bandcamp. Dass dieses Album überhaupt noch erschienen ist, verdankt sich zwei Musikern, die irgendwann beschlossen haben, dass die Tonbänder lange genug vor sich hin rotteten.
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- Elec
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- NewsRock / Metal / Punk
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