Bairische Mundart und düstere Elektronik waren schon vorher bei 'DIAF' keine natürliche Feindschaft – auf „AURA“ wird diese Verbindung nun endgültig auf Großformat gezogen. Das dritte Studioalbum von Niko Bibergers Projekt ist am 25. September 2026 erschienen und bringt zehn komplett bairisch gesungene Stücke, irgendwo zwischen Neue Deutsche Welle, Goth, Synthpop, Synthwave und Italo Disco mit.
Vier Jahre nach „Gloria“ setzt 'DIAF' dabei bewusst auf große Gesten: mächtige Synthesizer, wuchtige Drums, Chöre und hymnische Melodien sollen die NDW laut eigener Beschreibung gewissermaßen auf Stadiongröße aufblasen. Geschrieben, eingespielt und produziert wurde „Aura“ vollständig von 'DIAF' selbst – Fremdhände mussten diesmal draußen bleiben. Inhaltlich zieht sich die Suche nach Licht in einer finsteren Welt durch das Album. Titel wie „Volle Energie!“, „Interstellare Sonnwendt“, „Eisn“, „Urkraft“ Oder „Über Der Zeit“ zeigen dabei schon sprachlich, dass bairische Mundart erstaunlich problemlos nach futuristischem Dark Pop klingen kann.
Ganz neu ist 'DIAF' beim Medienkonverter natürlich nicht: Bereits 2020 stellten wir das Debüt „Weida“ vor und beschrieben damals den ungewöhnlichen Mix aus Darkwave, Neofolk und bairischer Sprache. Sechs Jahre später klingt das Projekt erheblich größer und elektronischer. Oder anders gesagt: Der Synthesizer hat weiterhin einen bairischen Akzent – inzwischen braucht er dafür aber deutlich mehr Lautsprecher.
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