„Die Sexualkiste der Hölle öffnet sich erneut“ - so die Botschaft des Pressetextes zum zweiten Streich der Kölner Industrial Raver [x]-RX, welcher am 27. Februar 2009 durch das Label ProNoize auf die Hörerschaft los gelassen wurde. Nun gut, das klingt interessant und macht im wahrsten Sinne des Wortes LUST auf mehr. Gehörig aufgefallen sind Pascal Beniesch und sein LIVE-Kumpane VJ Dome bereits anno 2006, indem sie mit dem Song „Disco Distorsion“ für ein Aufhorchen in der Clublandschaft sorgten. Nach dem Debüt-Album „Unmöglich erregend“ (2007) folgt nun „Stage 2“. „wellcome to the next level! wellcome to stage 2 ! you are now in a world of digtal terror.“ – so der abschließende Satz des Infosheets. Und somit begeben wir uns nun in die Welt des digitalen Terrors von [x]-RX. Alles einsteigen bitte, anschnallen und die älteren unter uns sollten sich schon einmal der Earplugs bedienen. Vor uns liegen 15 Tracks voller Industrial-Rave und Techno, welche mit Zitaten aus passenden Filmen untermalt sind. FILM AB BITTE.... Der erste Track dröhnt gleich voll ins Ohr und das Kopfkino katapultiert einen förmlich auf die Tanzfläche. Dazu die Ansage einer weiblichen sexy Stimme: „One, two, three ... dance with me, move your feets, feel the beat, .... one two three ... f me“. Ja, das klingt verdammt nach einer höllischen Sexualkiste. Erste Sahne! Rhythmisch technoid geht es weiter mit einer industriellen Rave-Revolution. Drei Minuten 40 volle Kraft voraus, dieses Mal ganz ohne Samples. Das Kopfkino spielt sowieso noch den Film aus dem ersten Track ab ;) Weitertanzen bitte ... Track Numero 3 ist ein reines Filmsample und sorgt für eine Verschnaufpause, welche allerdings gerade mal 45 Sekunden anhält, denn mit „Tanz Schlampe“ geht es weiter im Tanzprogramm und man sieht sie regelrecht vor sich schwitzen, tanzen, zappeln - die Rave-Nation. Und spätestens ab „Bleeding Ears“ – braucht Ihr sie - die Earplugs. Denn das Thema „Tanzen“ steht auf „Stage 2“ eindeutig im Mittelpunkt. Auch der Rest vom Album ist eher auf die Clubs und auf laute Partys angedacht, die auf schnelle, fette Beats und vibrierende Boxen stehen. Mit Tracks wie „Digital Terror“, „Insane“, „Stage cleared“ und „Ft Euch alle“ werden die Herzen der Tanzwütigen und DJ’s der härteren Töne nicht nur höher, sondern auch schneller schlagen. Für den häuslichen Gebrauch ist das Album jedoch nicht geeignet, es sei denn man hört es sich zu sportlichen Tätigkeiten an oder wenn man einen schnellen Hausputz anpeilt. Aber die Clubtauglichkeit und das Tanzbare sind meines Erachtens auch die Hauptideen des Projektes. Auf die Dauer wirken die Songs aufgrund der wiederkehrenden Soundschleifen und der „Utz-Utz-Beats“ etwas langatmig. Doch nichts destro trotz, dieser Stoff gehört in die Clubs und wird dort seine Anhängerschaft und Tanzpartner finden. Also liebe DJs: das ist Clubfutter in Reinkultur. Bedient Euch und lasst Eure Tanztempel mit „Stage 2“ von [x]-RX beben, auf dass der Schweiß von der Decke tropft.