Mit Ad Astra liefern Ash das, was sie seit Jahrzehnten am besten können: knackige Power-Pop-Hymnen, die zwischen scharfkantigen Gitarrenriffs, unwiderstehlichen Hooks und euphorischem Überschwang pendeln. Schon der Opener „Zarathustra“ macht klar, dass die Nordiren ihre Energie nicht eingebüßt haben – im Gegenteil: sie klingen 2025 lauter, verspielter und hungriger denn je. Das neunte Studioalbum erscheint am 3. Oktober 2025 über Fierce Panda Records.
Nur zwei Jahre nach Race The Night, das ihnen die höchste Chartplatzierung seit zwanzig Jahren bescherte, zünden Tim Wheeler, Mark Hamilton und Rick McMurray die nächste Stufe ihrer Rakete. Und nein, hier geht’s nicht um eine öde Retrospektive, sondern um frisches Material, das zwischen Sehnsucht, Aufbruchsstimmung und ordentlich Krach pendelt. Gleich der Opener zieht die Schwerkraftschrauben an, während „Hallion“ eine Hymne an ungebändigte Frauenpower serviert – roh, laut und unverschämt charmant.
Für Überraschung sorgt die Coverversion von Harry Belafontes „Jump In The Line“, die Ash in bester Ramones-Manier durch die Verstärker jagen. „Fun People“, garniert mit Gitarrenarbeit von Graham Coxon, zeigt die Band so schräg wie selten zuvor – polyrhythmisch, kantig, dabei aber immer noch mit einem Refrain, den man nach zwei Bier grölt wie eine Nationalhymne. Und dann ist da noch das Titelstück „Ad Astra“: eine bittersüße Weltraum-Ballade zwischen Hoffnung und Melancholie, die genauso gut auf einem Festival im Morgengrauen wie auf einem Roadtrip unter dem Sternenhimmel funktioniert.
Ash sind seit drei Jahrzehnten im Geschäft, haben achtmal Glastonbury gerockt und jede Menge Ohrwürmer hinterlassen. Dass sie 2025 immer noch mit derartiger Spielfreude und kosmischer Energie auftrumpfen, ist fast schon unverschämt. Aber seien wir ehrlich: Wer will sich schon über eine Band beschweren, die sich selbst als „Ashtronauten“ inszeniert und uns gleichzeitig ein Album schenkt, das man abheben lassen will wie eine Rakete? Zu den Sternen eben – Ad Astra.
Von „Hallion“ bis „Ad Astra“: Ash zünden die Power-Pop-Rakete
„Auf Kohle geboren“: Sodom-Biografie hämmert heute in die Buchläden
Erst kürzlich haben wir noch über die Rückkehr von Peter Steele aus den Untiefen der Druckereien berichtet – und schon legt der Index Verlag die nächste Metal-Bibel nach. Heute, am 29. August 2025, erscheint die offizielle Bandbiografie von Sodom. Der Titel „Auf Kohle geboren“ ist dabei so treffend gewählt, dass man fast meint, er sei beim Frühschoppen direkt aus der Bierfahne von Gelsenkirchen-Buer aufgestiegen. Geschrieben hat das Werk kein Geringerer als Dr. Holger Schmenk, Historiker mit Metal-Herz und einer Vita, die ungefähr so breit gefächert ist wie die Plattensammlung eines alteingese...
Nation Of Language – Ein Reminder für alle, die „Dance Called Memory“ nicht verpassen wollen
Vor einiger Zeit hatten wir ja schon mal über 'Nation Of Language' geschrieben – jene Band, die Kritiker*innen regelmäßig in die Verlegenheit bringt, ihr verstaubtes Genre-Lexikon von Synthpop über Post-Punk bis New Romantic auf den Tisch zu knallen. Nun also ein kleiner Reminder, damit ihr nicht behaupten könnt, wir hätten euch nicht rechtzeitig gewarnt: Am Freitag, den 19. September 2025, erscheint ihr viertes Album Dance Called Memory. Und das verspricht wieder diese Mischung aus elegischem Seufzen und tanzbaren Melancholie-Flashs, die niemand so schön hinbekommt wie Ian Richard Devaney und...