Oh, eine Rezension eines Zillo Samplers ? Ja, denn das Gebotene erschien mir schon alleine vom Kosten-Leistungsfaktor her lohnenswert, daher besorgte ich mir die aktuelle Zillo Ausgabe. Da ich schon länger keine Print Magazine mehr frequentiere, ist das also durchaus ein Ereignis, das einen Eintrag hier verdient g Meine Informationsquellen sind üblicherweise der Medienkonverter, Google, Freunde, Sideline oder Rockhard - obwohl letztere beiden ja eigentlich auch Printmedien sind, stellen sie aber auch jede Menge nützliche und gute Informationen auf ihren jeweiligen Webseiten bereit. Warum lohnenswert ? Nun, für 5,40€ am Kiosk erhält man disesesmal folgendes: Das Magazin (ach ja ?), einen tollen Zillo Kalender für 2008 und natürlich die berühmte "New Signs&Sounds CD". Einfach mal auf der Webseite nachschauen, auch ein paar interesante Stories scheinen drin zu, wie Covenant, Dave Gahan, The Birthday Massacre, Elis, Mindless Faith, Dimmu Borgir und Destroid. Und wer schon immer mal wissen wollte, wie es - im übrigens sehr aufgeräumt wirkenden - Heim von Dani Filth aussieht, der MUSS natürlich zugreifen. So aber nun zur CD: Solche Magazin Compilationen sind ja doch oftmals sehr zwiespältig, da wird viel mittelmäßiges mit ein paar brauchbaren Sachen gemischt, aber oftmals tun sich die erhofften Neuentdeckungen auf. Ist das diesesmal auch der Fall ? Nee, leider nicht. Brauchbar und teilweise überflüssig, muss das Vorabfazit lauten. Immerhin ist die Aufteilung der Tracks gelungen, die ersten 4 Stücke decken die Elektronik ab, ab Nummer 5 geht es mit Gitarrenmusik und/oder Mittelalterrock weiter. Leider ist das Ganze doch ziemlich seicht und Pop-orientiert geworden, der einzige Track der hier herausragt, ist "Glámr" von Helrunar, recht flotter und dunkler Blackmetal. Aber der Reihe nach, die vier Elektronik Stücke sind alle nicht wirklich schlecht, lassen aber auch nicht aufhorchen. Wobei Agonoize versuchen, diese Tatsache durch mal wieder "interesante Lyrics" zu übertünchen, was sebstredend nicht gelingt. Spetsnaz wirken als EBM Band überraschend kraftlos, Leaether Strip haben auch schon eine ganze Menge besseres gemacht und zu Heimatearde kann man die Rezenension an anderer Stelle nachlesen: Dies hier ist einer der flotteren Tracks vom neuen Album, der zum oberen Qualitätsdrittel auf dieser Compilation zählt. Staubkind bieten dann netten Pop, Christian Death mochte ich noch nie wirklich - auch dieses Stück ändert das nicht, Helrunar wie schon erwähnt gut, Ava Inferni machen relativ langsamen und soften Metal mit Frauengesang: Auch okay. Das StS Stück geht flott und vielversprechend los, um aber zu verflachen und die stimmlichen Fähigkeiten des Sängers überzeugen nicht wirklich. Mit besserem Gesang und ohne Mittelalter Instrumente wären Ingrimm sicher ganz okay, aber so leider nicht. Sinamore bieten dann wieder einen besseren Beitrag, leider auch hier ohne Ecken und Kanten, aber ingesamt doch ein stimmiges, melancholisches Stück, das hörenswert ist. Hoffen wir, dass das komplette Album der Band härter ist. Bei Michelle Darkness gilt exakt das Gleiche - dieser Song ist sehr an (neueren) The 69 Eyes orientiert. Der Frauengesang von Helalyn Flowers ist gut hörbar, aber die instrumentale Unterstützung könnte besser sein. Zum Abschluss dann noch ein Lied in Richtung Deutschpop-Rock. Die besten Stücke stammen somit von Heimataerde, Helrunar und Sinamore. Die Endwertung ergibt sich aus 3 Punkten für die CD und 5 Punkten für Magazin und Kalender. Insgesamt also kann man sich diese Zillo Ausgabe ruhig mal gönnen, um sich auch mal wieder auf dem Sofa oder "stillen Örtchen" fundiert über aktuelle Szenemusik zu informieren.