Ich könnte jetzt mit dem langweiligem Stadardspruch "es gibt in Australien mehr zu entdecken als Känguruhs" beginnen. Tue ich aber nicht! Sondern schreibe, dass ich im Internet die Bekanntschaft eines netten Menschen aus down under gemacht habe: Peter Crane, welcher auch zufälligerweise der Soundmeister des Duo´s "The Crystalline Effect" ist, die andere Hälfte ist die Sängerin Elenor Rayner. Er erzählte mir vom Projekt der Crash Frequency, welches zum Ziel hat die in dem Kollektiv enthaltenen Bands weltweit zu promoten. Das nenne ich mal vernüftige und vorbildliche Zusammenarbeit. Da mir auch keine der Bands, ausser "Angel Theory" und "Ikon" bekannt war, willigte ich gerne ein, eine Besprechung des entsprechenden Samplers im MK zu veröffentlichen und natürlich auch die Chance zu nutzen, Bands kennenzulernen die tausende Kilometer entfernt im schönen Australien ihr Unwesen treiben. Die Bandbreite der Musik ist recht groß, allerdings schon überwiegend im Electro, Synthie und Wave Umfeld angesiedelt. 1. Angelspit: Tja, um ehrlich zu sein den Opener finde ich nicht so gelungen. Eine verzerrte Frauenstimme singt zu Electro-Breakbeat Klängen, angereichert durch eine - leider zu nervös klingende - Gitarre. Geschmackssache. 2. Angel Theory: Dürfte einigen schon bekannt sein, durch Beiträge zu Kompilationen bekannter deutscher Szene Magazine. Charles aus Melbourne bietet hier sauberen Midtempo Electro mit guter leicht vocodeter Stimme, der auch relativ dunkel daherkommt und absolut zu überzeugen weiß ! 3. The Bom: Mhh...darkwaviges von dunklem Gesang , hintergründigen Flächen und angezerrten Beats getragenes Stück, das okay geht. 4. The Crystaline Effect: Relativ dunklen TripHop / Darkpop präsentiert die Band. Herausragend der gute Gesang von Elenor und die zurückhaltende Instrumentierung. Mehr davon !! 5. Dandelion Wine: Verbindet elektronische Klänge mit mittelalterlichen Instrumenten, akustischen Gitarren, (dark)ambienten Soundscapes und choraler Frauenstimme. Wunderbare Mixtur ! 6. Domino Theory: Die Musik beschreiben sie selber als zeitgenössischen Dunkelpop und als Vergleiche werden zB. Massive Attack und Portishead genannt. Dieses Stück ist ebenso eigenständig und großartig wie die 2 vorhergehenden Titel und ein absoluter Hörtip ! 7. Ikon: Der prominenteste Vertreter des Samplers hat sich anscheinend nicht großartig verändert, verglichen mit den älteren Sachen die ich kenne, und das ist GUT so. Darkwave / Gothic at it´s best. 8. Lux Voltaire: "Darkwave-Electro-Glam" (?)....klingt etwas konzeptionslos - sorry ist nicht so mein Fall, auch besteht der Gesang nur aus "ich liebe mein Oberheim"...das war übrigens ein Synthesizer Hersteller, bekannt für zB. die "Matrix" Serie. 9. Resurrection Eve: Relativ trancig und futurepoppig, VNV Nation kann schon als Vergleich genannt werden. Gefällt mir trotzdem ziemlich gut. 10. Tankt: "Electropunkiges" Stück, das einen würdigen Schlußpunkt setzt. Frage mich grade ob hier mit Bush wirklich ein Gewächs gemeint ist, oder eher ein gewisser Herr aus den Staaten g Tolle Compilation, die nur geringe Abwertung auf 5 v. 6 Sternen in Kauf nehmen muss, wegen 3-4 mittelmässigen Sachen und einer mit 48:48 ein klein wenig knapp bemessenen Spielzeit (für einen Sampler). Ich hoffe sehr, man hört hier im alten Europa mehr von einigen der Künstler und wünsche diesen viel Erfolg weiterhin. Keep up the good work !