Die Vergangenheit hat bereits häufiger gezeigt, dass für die Veröffentlichungen der Bands auf dem Label Rupal Records neben dem qualitativen Anspruch und einem fairen Preis-Leistungsverhältnis, um nur eine kleine Auswahl an Kriterien zu nennen, vor allem auch das Miteinander eine relevante Konstante stellt. Aktuell unterstreichen das die Mitglieder mit ihrer 4 Maxi CD Compilation "Capture & Tension", die das musikalische Treiben von davaNtage, Wynardtage, Acylum und dem jüngsten Neuzugang Animassacre umfasst und auf einen Silberling bannt. Mit insgesamt 16 Titeln und die hierfür u.a. gewonnenen Remixer Dismantled, Painbastard und Suicidal Romance wird dem Hörer eine facettenreiche Zusammenstellung geboten, die das Electro/EBM/Industrial Herz höher schlagen lässt. Den Auftakt bilden die Jungs von davaNtage, die mit dem Titelträger "Capture & Tension" eine bewegliche, in sich abwechslungsreiche Nummer präsentieren, die sich nachfolgend im Echorausch-Remix von einer anderen, einer experimentellen Seite zeigen darf. Mit "Translate My Heart" decken davaNtage den Bedarf an groovendem Elektrosound ab und schieben mit der Dismantled-Version "Is Mars Waiting?" einen leicht wummernden, melodischen und interessanten Cybertrack nach. Wynardtage bereichert die Compilation mit zwei neuen Titeln, darunter das enorm eingängige, stampffeste und kontrastreiche "Peace Of Mind", bei dem die Prospective-Sängerin Carola Müller den Gesang übernommen hat und damit die sonst für Wynardtage typischen verzerrten Vocals ablöst. Ebenso gelingt es dem Painbastard-Remix zu "When We Are Gone", der Kollaboration mit Robert Dope bei "Midnight Crucifixion" und der Electro-Synth-Sound Version zu "Peace Of Mind", mit der Suicidal Romance das EBM-Gewand abstreifen, auf ganzer Linie zu punkten. Der Bulgare, Simeon Dotkov aka Animassacre, der vor kurzem sein Debütalbum auf Rupal Records veröffentlichte, brilliert mit drei Titeln, wobei er mit der Single "Mecha Tremors" einen fulminanten, technoiden Tanzflächenkracher durch die Boxen jagt, der u.a. für die Zukunft von Animassacre eine spannende Entwicklung erwarten lässt. Und mit "The Great Collapse" und dem Remix zu "Apathy" von Ginger Snap 5 gibt es obendrauf noch zwei bewegliche, dunkle und druckstarke Electronummern. Gewohnt brachial und für ihren speziellen Sound bekannt, schlagen die beiden Chemnitzer von Acylum zu und feuern dem Hörer bei dem Titel "Beton Kopf", in Zusammenarbeit mit Sonic Violence Experience, die heftigen Film-Samples aus "American History X" um die Ohren, während sich der breite Sound durch die Lautsprecher walzt. Ebenso freuen kann sich der Hörer über einen schweren, melodischem Acylum-Titel (Alone) und auf eine kratzig, zerrige Nummer mit "Breaking The Chains". Der anschließende Bonustrack rundet die überzeugende 4 Maxi CD Compilation ab und man darf sich als Besitzer dieses Realeses sicher sein, dass man mit dieser CD als Genrefan und Gönner der hier vertretenen Bands alles andere als falsch beraten ist.